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Wer diese Garten-Fehler im August macht, bereut es im nächsten Frühjahr

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Gut gemeint ist im Garten oft das Gegenteil von gut gemacht, und so manche eifrige Pflegemaßnahme richtet weit mehr Schaden als Nutzen an. Wer im August die falschen Handgriffe wählt, blickt im nächsten Frühjahr auf abgefrorene Triebe, vertrocknete Hecken und eine erschreckend magere Blütenausbeute.
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Der August ist für viele die schönste Zeit im Garten: Beete sind voller Blüten, Obst und Gemüse können geerntet werden und die langen Sommerabende laden zum Genießen ein. Doch hier ist Vorsicht geboten: Was Sie in den nächsten Wochen versäumen oder falsch machen, kann im Frühjahr böse Folgen haben. Mit den richtigen Maßnahmen legen Sie schon jetzt den Grundstein für einen gesunden und blühenden Garten im Frühjahr.

1. Fehler: Der gut gemeinte Dünger

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Hängen die Blätter oder lässt das Wachstum nach, greifen viele Gartenbesitzer schnell zum Flüssigdünger, um der Pflanze einen neuen "Schub" zu geben. Das ist jetzt eine denkbar schlechte Idee. Wer im August noch stickstoffbetont düngt, zwingt die Pflanzen zu einem plötzlichen, neuen Wachstumsschub.

Die weichen, jungen Triebe haben nicht mehr genug Zeit, um vor dem ersten Winterfrost auszureifen und richtig zu verholzen. Die bittere Folge sind schwere Frostschäden. Die Pflanze friert im Winter stark oder stirbt im schlimmsten Fall ganz ab. Der Experten-Tipp: Stellen Sie das Düngen mit Stickstoff ab Ende Juli komplett ein. Wenn Sie etwas Gutes tun wollen, geben Sie empfindlichen Pflanzen einen speziellen kaliumbetonten Herbstdünger (wie Patentkali). Kalium stärkt die Zellwände und wirkt wie ein natürliches Frostschutzmittel.

2. Fehler: Frühlingsblüher zurückschneiden

Die Heckenschere juckt in den Fingern, weil Forsythie, Zierquitte, Flieder oder Rhododendron ein wenig aus der Form geraten sind? Finger weg. Die meisten Frühlingsblüher legen ihre Blütenknospen für das nächste Jahr nämlich schon direkt nach der Blüte im Vorjahr an.

Wer jetzt im Spätsommer radikal die Triebe einkürzt, schneidet im wahrsten Sinne des Wortes die Blütenpracht des kommenden Frühlings ab. Sträucher, die im Frühjahr blühen, dürfen immer nur direkt nach ihrer Blütezeit geschnitten werden. Im August sollten Sie sich allerhöchstens auf das sanfte Entfernen von offensichtlich totem oder krankem Holz beschränken.

3. Fehler: Zweijährige Pflanzen und Frühlings-Stauden ignorieren

Wer im August nicht an das kommende Frühjahr denkt, steht in der nächsten Saison vor kahlen Beeten. Viele versäumen es jetzt, zweijährige Pflanzen wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder den beliebten Fingerhut auszusäen. Diese benötigen den Spätsommer, um kräftige Blattrosetten zu bilden, die stark genug sind, den Winter zu überstehen und im Frühling farbgewaltig aufzublühen.

Auch frühblühende Stauden (z. B. Schwertlilien, Akelei oder Phlox) sollten jetzt, nach ihrer Blüte, geteilt und umgepflanzt werden, damit sie im nächsten Jahr wuchsstark und verjüngt austreiben. Machen Sie freie Flächen im Beet jetzt zum Startschuss für Ihr Frühlingsbeet.

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4. Fehler: Immergrüne Sträucher verdursten lassen

Oft richtet sich unsere ganze Gieß-Aufmerksamkeit im Sommer auf den Rasen oder das durstige Gemüsebeet. Etablierte, immergrüne Gewächse wie Kirschlorbeer, Rhododendron oder Nadelgehölze werden in Hitzeperioden allzu oft vergessen.

Wenn diese Pflanzen im Spätsommer unter starkem Trockenstress leiden, gehen sie bereits dehydriert und geschwächt in den Winter. Da sie ihr Laub nicht abwerfen, verdunsten sie auch an sonnigen Frosttagen im Winter munter weiter Wasser über ihre Blätter. Da aus dem gefrorenen Boden kein Wasser nachrücken kann, kommt es zur sogenannten "Frosttrocknis". Im Frühling zeigen sich diese Sträucher dann als trostloses Meer aus braunen, raschelnden Blättern. Bewässern Sie auch ältere, immergrüne Hecken und Sträucher im August in längeren Trockenphasen durchdringend und tief.