Neue Zahlen
West-Nil-Virus: Vier Fälle in Deutschland
Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus (WNV) verlaufen ohne oder nur mit leichten Symptomen und heilen folgenlos aus. Spätfolgen treten vor allem nach schweren, neuroinvasiven Verläufen auf - bei einem von 100 Infizierten kommt es zu einer neuroinvasiven Erkrankung (Meningitis, Enzephalitis oder akute schlaffe Lähmung). Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Die Sterblichkeit liegt hier bei etwa 5 bis 10 %.
Deutschland steht in der ECDC-Liste mit vier lokal erworbenen Fällen: Rhein-Pfalz-Kreis, Leipzig und zweimal Berlin. Das österreichische BASG nennt dieselben Regionen (Berlin, Frankenthal/Pfalz, Leipzig). Das Robert Koch-Institut rechnet zusätzlich symptomfreie Blutspender mit; danach wurden 2026 mindestens 26 Inlandsinfektionen erfasst, vier davon schwer.
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Malaria deutlich gefährlicher
Parallel dazu zeigen Fälle bei Frankfurt, wie Stiche von eingeschleppten Mücken mit dem Tod enden können: Rund um den Flughafen erkrankten acht Menschen an Malaria tropica, ohne dass alle in Endemiegebiete gereist wären. Sechs waren Fraport-Beschäftigte, zwei Anwohner aus Schwanheim.
Drei Menschen starben: zwei Mitarbeiter im Juli und August, ein Anwohner im September. Das Gesundheitsamt geht von Anopheles-Mücken aus, die mit Flugzeugen ankamen. Ärzte in der Region wurden aufgefordert, bei Fieber auch ohne Reiseanamnese an Malaria zu denken.