Unkompliziert testen

Wie gesund ist Ihr Herz? Dieser Herz-Check dauert nur 30 Sekunden

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Wie gesund ist mein Herz eigentlich? Zum Weltherztag am 29. September gibt es einen simplen Check, den wirklich jeder zu Hause machen kann – ganz ohne Smartwatch, Arzttermin oder spezielles Gerät. Alles, was Sie dafür brauchen, sind 30 Sekunden Zeit.
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Unser Herz arbeitet jeden Tag rund um die Uhr, meist ohne dass wir ihm besonders viel Aufmerksamkeit schenken. Dabei kann schon ein kurzer Selbstcheck erste Hinweise darauf geben, wie ruhig und regelmäßig es schlägt.

So funktioniert der 30-Sekunden-Herz-Check

Setzen Sie sich zunächst kurz hin und kommen Sie zur Ruhe. Dann legen Sie Zeige- und Mittelfinger an die Innenseite des Handgelenks, knapp unterhalb des Daumens.

Sobald Sie Ihren Puls spüren, zählen Sie 30 Sekunden lang die Herzschläge. Die Zahl anschließend einfach verdoppeln – schon kennen Sie Ihren Ruhepuls pro Minute.

Achten Sie dabei aber nicht nur darauf, wie schnell Ihr Herz schlägt, sondern auch darauf, wie regelmäßig sich die Schläge anfühlen.

Was ist ein guter Wert?

Bei Erwachsenen liegt der Ruhepuls häufig zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute. Trainierte Menschen können auch deutlich darunterliegen.

Ein Wert innerhalb dieses Bereichs und ein gleichmäßiger Herzschlag sind zunächst einmal unauffällige Zeichen. Wichtig ist allerdings: Der Puls allein kann nicht bestätigen, dass das Herz vollkommen gesund ist.

Viel interessanter wird es, wenn der eigene Ruhepuls plötzlich deutlich anders ist als sonst oder sich der Herzschlag dauerhaft unregelmäßig anfühlt.

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Darauf sollten Sie beim Check besonders achten

Spüren Sie beim Zählen immer wieder längere Pausen, starkes Herzstolpern oder schlägt das Herz in Ruhe ungewöhnlich schnell, lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Auch wenn der Ruhepuls über längere Zeit deutlich erhöht ist, sollte die Ursache von einem Experten abgeklärt werden. Stress, Schlafmangel, Infekte, Koffein oder bestimmte Medikamente können den Puls zwar beeinflussen – manchmal können aber auch Herzrhythmusstörungen oder andere Erkrankungen dahinterstecken.

Noch aussagekräftiger: der Treppen-Check

Ein zweiter kleiner Alltagscheck dauert kaum länger: Gehen Sie zügig ein bis zwei Stockwerke nach oben und beobachten Sie anschließend, wie Sie sich fühlen.

Dass Puls und Atmung schneller werden, ist völlig normal. Auffällig wird es eher, wenn bereits eine geringe Belastung plötzlich starke Atemnot, Schwindel, ungewöhnliche Erschöpfung oder Druck beziehungsweise Schmerzen im Brustkorb verursacht.

Vor allem wenn alltägliche Belastungen deutlich schwerer fallen als früher, sollte man das ärztlich abklären lassen.

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Kann man damit wirklich testen, ob das Herz gesund ist?

Ganz so einfach ist es leider nicht. Der 30-Sekunden-Check ist kein medizinischer Herztest und ersetzt keine Vorsorgeuntersuchung. Er kann aber dabei helfen, den eigenen Herzschlag bewusster wahrzunehmen und Veränderungen schneller zu bemerken.

Denn einige der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – darunter Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte oder Diabetes – können lange Zeit völlig unbemerkt bleiben. Wer sein Herz wirklich im Blick behalten möchte, sollte deshalb neben dem Puls auch regelmäßig Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker kontrollieren lassen.

Bei diesen Symptomen nicht abwarten

Plötzlich auftretende starke Schmerzen oder Druck im Brustkorb, schwere Atemnot, Ohnmacht oder Beschwerden, die etwa in Arm, Rücken oder Kiefer ausstrahlen, gehören sofort medizinisch abgeklärt.

Für alle anderen gilt zum Weltherztag: 30 Sekunden reichen schon, um dem eigenen Herz einmal bewusst zuzuhören. Und vielleicht ist genau dieser kleine Check der Anstoß, der Herzgesundheit künftig etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.