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Wiederkehr startet Initiative für weniger Bildschirmzeit

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Die meisten Kinder und Jugendlichen verbringen jeden Tag mehrere Stunden am Handy, beim Erstkontakt sind sie oft kein Jahr alt.
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Aus Medizin und Psychologie wird schon länger vor den Folgen zu früher und intensiver Mediennutzung gewarnt. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat hier wiederholt an die Verantwortung der Eltern appelliert, am Mittwoch lädt er nun Betroffene und Experten zu einem Runden Tisch. Das Ziel: Konkrete Empfehlungen für weniger Bildschirmzeit.

Neben Schulpartnern und Schulleitungen sind auch diverse Kinder-, Jugend- und Elternorganisationen, Kinder- und Jugendanwaltschaft, Expertinnen und Experten aus Organisationen wie Safer Internet und Vertreter von Kindermedizin, Ergotherapie und Psychotherapie eingeladen. Wiederkehr wirbt schon länger dafür, digitale Medien in der Schule wie daheim erst später und gezielter einzusetzen.

Gegen "Konzentrationskiller"

Eine von Wiederkehrs ersten Maßnahmen als Bildungsminister war das Smartphone-Verbot in den ersten acht Schulstufen. Handys nannte er "Konzentrationskiller", deren ausufernde Nutzung machte er zusätzlich für immer mehr Sozialprobleme an den Schulen verantwortlich. Bei den Schülerlaptops, die zu Beginn der Mittelschule bzw. AHS-Unterstufe ausgegeben werden, hat Wiederkehr den Jugendschutz hochfahren lassen.

Auch dass die Schülerinnen und Schüler die Geräte wegen des Budgetsparkurses nun erst eineinhalb Jahre später bekommen als bisher, passt Wiederkehr in seine Argumentationslinie: Die Kinder sollten zuerst "Grundlagen in Lesen, Schreiben, sozialer Interaktion und Konzentrationsfähigkeit" lernen und danach mit Laptop und Tablet arbeiten. Man dürfe "das Haptische" nicht vernachlässigen. An die Eltern appellierte er gleichzeitig, als Vorbild auch die eigene Bildschirmzeit zurückzufahren.