Lebensretterin

Wiesn-Kellnerin reanimiert 15 Minuten lang Gast (78) im Festzelt

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Ein 78-jähriger Mann brach am Eingang eines Festzelts in seinem Rollstuhl zusammen. Eine Kellnerin erkannte sofort den Ernst der Lage – und begann mit der Wiederbelebung. 15 Minuten lang machte sie weiter, bis der Notarzt eintraf.
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Es sollte ein ganz normaler Wiesn-Nachmittag werden. Doch kurz vor 14 Uhr bemerkte die Ehefrau eines 78-jährigen Mannes, dass mit ihrem Mann etwas nicht stimmte. Er war in seinem Rollstuhl bewusstlos geworden, ein Puls war nicht mehr zu spüren.

Die 25-jährige Bedienung reagierte sofort. Sie hatte eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten und wusste, was jetzt zu tun war. Gemeinsam mit einer Kollegin wurde der Mann aus dem Rollstuhl auf den Boden gelegt – dann begann die Herzdruckmassage.

Während um sie herum der Festbetrieb weiterlief, kämpfte die Kellnerin um das Leben des Mannes.

"Aufhören kam für mich nicht infrage"

Der Rettungsdienst war alarmiert. Doch bis zum Eintreffen des Notarztes hieß es: weitermachen.

15 Minuten lang drückte die junge Frau auf den Brustkorb des Bewusstlosen. Für sie selbst fühlte sich diese Zeit offenbar wesentlich länger an.

"Das klingt nicht lang. Aber wenn man da kniet und drückt, fühlt es sich endlos an. Man wartet nur darauf, dass endlich der Notarzt kommt, und macht weiter. Aufhören kam für mich nicht infrage", erinnert sie sich später.

Auch andere Mitarbeiter halfen währenddessen. Der Notruf wurde abgesetzt, die Ehefrau des Mannes betreut und die Szene vor den neugierigen Blicken anderer Wiesn-Gäste abgeschirmt.

Als der Notarzt schließlich eintraf, übernahm er die weitere Versorgung.

Jetzt gibt es eine besondere Auszeichnung

Für ihren Einsatz wurde die 25-Jährige am Freitag mit dem Wiesn-Courage-Preis 2026 ausgezeichnet. Die Ehrung wird von Condrobs im Rahmen des Präventionsprojekts WiesnGentleman vergeben und würdigt Menschen, die auf dem Oktoberfest nicht wegschauen, sondern handeln.

Die junge Frau selbst sieht die Auszeichnung allerdings nicht als persönlichen Erfolg. "Allein hätte ich das nicht geschafft", betont sie. Den Preis nehme sie deshalb stellvertretend für alle an, die in diesem Moment geholfen haben.

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Ihre Geschichte hat für sie außerdem eine wichtige Botschaft: "Eine Herzdruckmassage kann jede(r) lernen."

Und genau das hat sie auf der Wiesn eindrucksvoll bewiesen: Als plötzlich jede Sekunde zählte, schaute sie nicht weg – sondern begann zu helfen.