MEINE ENERGIE

Windkraft füllt die Winterstromlücke

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Ein wichtiges Puzzleteil für die Versorgungssicherheit.
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Windenergie spielt schon seit vielen Jahren eine wichtige Rolle in unserem Energiesystem. Während die Wasserkraft in Österreich einen Großteil der erneuerbaren Energieversorgung sicherstellt, tragen auch Sonne und Wind einen immer größeren Teil dazu bei. Je nach Jahreszeit und Wetterlage kann zwischen den einzelnen Energiequellen gewechselt werden. Gerade im Winter hat die Windkraft Saison

Was ist die Winterstromlücke?

In den Wintermonaten wird grundsätzlich weniger Strom produziert, als verbraucht wird. Die kürzeren Tage mit weniger Sonneneinstrahlung bedeuten, dass weniger Strom aus der Photovoltaik kommt. Die Wasserkraft kann durch niedrige Wasserstände oder eine geringere Wasserführung ebenfalls weniger leisten als sonst. Gleichzeitig steigt im Winter aber der Strombedarf, da mehr Beleuchtung und Wärme benötigt wird. Hier ist die Windkraft eine ideale Ergänzung für das österreichische Stromsystem sein.

Ein Hoch auf die Windkraft im Winter

Denn Windkraftanlagen erzeugen dann Strom, wenn Wasser und Sonne weniger liefern. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten kommen hohe Strommengen aus Windkraft, und zwar auch nachts, wenn keine Solarenergie zur Verfügung steht. Dabei verringert jede zusätzlich erzielte Kilowattstunde den Bedarf an Stromimporten. So leistet Windenergie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit im Winter –und das ohne CO2-Emissionen im Betrieb.

VERBUND-Windkraft

1.714 GWh Windstrom in 2025 erzeugt: Genug für fast eine halbe Million Haushalte ein Jahr lang
353 Windkraftanlagen in Europa – erneuerbare Energie über Grenzen hinweg
Ziel 2030: 25–30 % Windkraft und Photovoltaik im VERBUND-Erzeugungsportfolio
Mehrere Windräder stehen auf einem Feld unter bewölktem Himmel bei Tageslicht.
Diese Windräder im Osten Österreichs unterstützen das heimische Stromsystem – vor allem auch im Winter. © VERBUND

Windkraft: Mythen-Check

Die gängigsten Mythen und die Fakten

Stellen Windräder eine große Gefahr für Vogel dar? Vögel verunglücken an Windenergieanlagen nicht in großem Umfang, und auch dauerhafte Veränderungen ihres Verhaltens lassen sich nicht feststellen. Grund dafür ist die enge Zusammenarbeit der regionalen Windkraftbetreiber mit Naturschutzverbänden und Forschungseinrichtungen. Windenergie und Artenschutz lassen sich also gut miteinander vereinbaren.

Stehen Windräder ohnehin die meiste Zeit still? Stünden Windenergieanlagen tatsächlich permanent still, ließen sich damit nicht rund 16 % des österreichischen Stroms erzeugen. Dass Anlagen zeitweise abgeschaltet werden, hat unterschiedliche Ursachen. So kann es etwa bei kräftigem Wind dazu kommen, dass mehr Strom ins Netz gelangt, als dieses aufnehmen kann. Windkraft versorgt rechnerisch etwa 2,7 Millionen Haushalte in Österreich.

Können Windkraftanlagen recycelt werden? Wird der Abbau einer Anlage umgesetzt, lassen sich 80 bis 90 Prozent der Komponenten, die metallhaltigen Anlagenteile, die gesamte Elektrik sowie die Fundamente und der Turm (Stahl-, Kupfer-, Aluminium- und Betonkomponenten) in etablierte Recyclingkreisläufe rückführen.

Weht in Österreich gar nicht genug Wind? Messungen zeigen, dass besonders das Alpenvorland Ostösterreich und einige Gebirgsregionen sehr gute Bedingungen für die Nutzung von Windenergie bieten. Es gibt in allen Bundesländern Potenzial für die Erzeugung von Windstrom, wobei die besten Standorte in windstarken Höhenlagen liegen.