FPÖ ortet Skandal

Wirbel um Lebensmittelhilfe für Flüchtlingshäuser

© APA/HERBERT PFARRHOFER
In der Josefstadt brodelt es gewaltig hinter den Kulissen. Eine interne Nachricht aus der Bezirksvorstehung sorgt derzeit für mächtig Wirbel und bringt die FPÖ in Aufruhr.
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In der internen Nachricht wird offengelegt, dass Bewohner in den Flüchtlingshäusern infolge von aktuellen Kürzungen massive Probleme haben, sich ausreichend Lebensmittel zu besorgen. Aus der Bezirksvorstehung erging deshalb ein Aufruf per E-Mail an die Mitglieder der Sozialkommission. Sie sollen sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken machen, ob man als Ausschuss eine gemeinsame Hilfsaktion oder Unterstützung auf die Beine stellen kann.

FPÖ ortet soziale Ungerechtigkeit

Das Schreiben wurde der FPÖ zugespielt, die nun umgehend an die Öffentlichkeit ging. Die Freiheitlichen sehen darin einen handfesten Skandal, weil unzählige Wienerinnen und Wiener in Zeiten der Teuerung selbst kaum mehr wissen, wie sie über die Runden kommen sollen. Für diese heimischen Härtefälle wie Alleinerzieher oder Pensionisten habe es von offizieller Seite schließlich noch nie einen derartigen Aufruf zur raschen Hilfe gegeben. Nun sollen jene Gruppen, die ohnehin vom Staat versorgt werden, zusätzlich unterstützt werden.

"Die links-grüne Boboblase leidet unter einer massiven Realtätsverweigerung. Anstatt sich um die Nöte der eigenen Bürger im Zuge der Teuerung zu kümmern, setzt man auf die Vollversorgung von Migranten", schäumte der freiheitliche Bezirksparteiobmann Maximilian Krauss.

Auch sein Parteikollege Felix Schachner pocht auf die eigentlichen Aufgaben der Politik im Bezirk. "Die Sozialkommission eines Bezirkes hat sich um die sozialen Härtefälle der bezirksbewohner und nicht um die ohnehin grundversorgten Asylwerber zu kümmern", wetterte der geschäftsführende Bezirksparteiobmann und Klubobmann.