Schwere Vorwürfe

WKStA: 620.000 Euro Steuer-Hinterziehung bei Tojner?

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Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat gegen einen Wiener Immobilienunternehmer sowie eine Mitarbeiterin Anklage wegen Abgabenhinterziehung erhoben, teilte die Behörde am Freitag mit. Dabei gehe es um die Hinterziehung von Grunderwerbsteuer.
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Dem Vernehmen nach handle es sich bei dem Unternehmer um den Industriellen Michael Tojner, berichtete die Tageszeitung "Der Standard" am Freitag online.

Der Beschuldigte soll bei einem Immobiliendeal im Jahr 2015 für fünf Wohnliegenschaften einen Kaufpreis von 7,27 Mio Euro ausgewiesen haben. Zuvor soll er jedoch mit einem anderen Immobilienunternehmer einen Kaufpreis von 25 Mio. Euro vereinbart haben. Daher habe Tojner statt rund 875.000 Euro nur 255.000 Euro an Grunderwerbsteuer entrichtet. Daraus ergibt sich eine Steuerhinterziehung von 620.000 Euro. Der Strafrahmen bei Abgabenhinterziehung beträgt bis zum Zweifachen des Verkürzungsbetrags, so die WKStA. Hinzu kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren kommen. Der andere Immobilienunternehmer geht straffrei aus: Er hat rechtzeitig Selbstanzeige erstattet und seine Steuerschuld beglichen.

Tojners Rechtsanwalt Karl Liebenwein bestätigte gegenüber dem "Standard", dass die Anklageschrift zugestellt wurde. Die erhobenen Vorwürfe seien für seinen Mandanten nicht nachvollziehbar. Für Tojner gilt die Unschuldsvermutung, die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.