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Zalando-Experte verrät: Diese unbekannten Sportlabels sind bald wirklich überall

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Athleisure ist längst mehr als ein Trend: Sportswear gehört inzwischen selbstverständlich zur Alltagsgarderobe. Doch welche Marken und Pieces sind gerade erst dabei, ihren großen Durchbruch zu feiern? Wir haben bei Zalando nachgefragt.
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Laufschuhe zum Blazer, Funktionsjacke zum Alltagslook und Sporttasche als Statement-Accessoire: Die Grenzen zwischen Sport und Mode sind längst verschwommen. Athleisure ist aus den Kleiderschränken kaum mehr wegzudenken und Sportmarken sind inzwischen mindestens so interessant für Fashion-Fans wie klassische Modehäuser.

Doch genau wie in der Mode gilt auch hier: Wer wirklich vorne dabei sein will, wartet nicht, bis jeder denselben Sneaker trägt. Spannender sind die Labels, die gerade erst Fahrt aufnehmen. Wir haben mit Matt Glynn, Sports Buying Lead bei Zalando, darüber gesprochen, welche Sportarten künftig besonders viel Einfluss auf die Mode haben werden, welche Marken gerade durchstarten und in welche Pieces man jetzt schon investieren sollte.

Laufen wird zum wichtigsten Trend-Treiber

Welche Sportart künftig den größten Einfluss auf die Mode haben wird? Für Glynn ist die Antwort ziemlich eindeutig: Laufen. Der Grund: Der Laufsport verbindet technische Innovation mit einer immer größeren kulturellen Bedeutung. Die Zahl der Teilnehmer:innen steigt, große Laufveranstaltungen erfreuen sich enormer Nachfrage und gleichzeitig beschäftigen sich immer mehr jüngere Menschen mit Gesundheit und Wellness. Genau diese Entwicklung macht Running für die Mode so interessant. Was ursprünglich für die Laufstrecke entwickelt wurde, landet zunehmend auf der Straße und umgekehrt. Performance und Lifestyle verschmelzen immer stärker.

On und HOKA sind längst nicht mehr nur Laufschuhe

Bei den derzeit besonders gehypten Marken nennt Glynn vor allem On und HOKA. Beide Labels haben es geschafft, technische Innovation mit einem starken Lifestyle-Faktor zu verbinden. Besonders spannend ist dabei die Entwicklung der Designsprache: Performance-Schuhe werden längst nicht mehr nur nach ihrer Funktion beurteilt, sondern auch danach, wie gut sie in einen modernen Streetstyle-Look passen. Genau diese Verbindung sorgt laut Glynn für den starken Aufschwung der beiden Marken.

HOKA geht dabei noch einen Schritt weiter. Die Marke schafft es laut Glynn zunehmend, auch Menschen außerhalb der klassischen Lauf-Community zu erreichen, ohne dabei ihre Glaubwürdigkeit bei Läuferinnen und Läufern einzubüßen. "Auch Saucony bricht mit seinem Marketingkonzept und seiner farbenfrohen Optik alle Konventionen", so Glynn.

Diese Marken sollte man jetzt kennen

Noch spannender wird es bei den Labels, die derzeit eher als Insider-Tipps gelten. Dazu gehört NNormal, das gemeinsam mit Trailrunning-Star Kilian Jornet gegründet wurde. Die Marke baut sich laut Glynn gerade eine besonders treue Community unter Trailrunnern und Outdoor-Fans auf. Wer also nicht nur auf der Straße, sondern auch gerne auf Trails unterwegs ist, sollte das Label im Auge behalten.

Ein weiterer Name: Altra. Die Marke setzt unter anderem auf eine breitere Zehenbox und möchte dadurch ein natürlicheres Laufgefühl ermöglichen. Das Konzept kommt in der Lauf-Community offenbar gut an, Glynn beobachtet hier eine deutlich wachsende Anhängerschaft.

Und dann gibt es noch eine ganze Reihe von Labels, die Mode und Performance besonders konsequent verbinden. District Vision, Satisfy Running und Hermanos Koumori gehören laut Glynn zu den Marken, die in den vergangenen Jahren stark an Bekanntheit gewonnen haben. Ihre Gemeinsamkeit: Sie sehen nicht unbedingt aus wie klassische Sportbekleidung, stammen aber aus der Performance-Welt.

Der nächste große Trend? Nicht unbedingt ein einzelner Sneaker

Wer jetzt schon wissen möchte, welches einzelne Produkt als Nächstes überall zu sehen sein könnte, bekommt von Glynn einen etwas anderen Tipp. Sein Fokus liegt auf Outdoor-Accessoires und zusammenfaltbaren Produkten. Sie sind leicht, unkompliziert zu transportieren und lassen sich für unterschiedlichste Aktivitäten einsetzen.

Der Gedanke dahinter passt perfekt zum aktuellen Sport-Lifestyle-Trend: Statt für jede Aktivität eine komplett neue Ausstattung zu kaufen, wünschen sich Konsumentinnen und Konsumenten zunehmend Produkte, die flexibel funktionieren – beim Sport, unterwegs und im Alltag.

Was ist ständig ausverkauft?

Besonders begehrt bleiben laut Glynn limitierte Performance-Schuhe. Modelle in begrenzten Stückzahlen sind bei ambitionierten Läuferinnen und Läufern ebenso gefragt wie bei Sammlern.

Auch Kooperationen zwischen Sportmarken und Designern bleiben ein großes Thema. Schließlich verschwimmen die Grenzen zwischen Performance und Fashion immer stärker.

Und der Trend dürfte anhalten: Da immer mehr Menschen an Laufveranstaltungen teilnehmen und der Laufsport weiter wächst, kommen gleichzeitig immer neue Premium-Modelle auf den Markt.

Das sollten Sie sich merken

Wer wissen will, wie Sportmode in Zukunft aussieht, sollte also nicht nur auf die großen Namen schauen. Running bleibt einer der wichtigsten Trendmotoren und Marken wie NNormal, Altra, District Vision oder Satisfy Running könnten genau jene Labels sein, die bald nicht mehr nur Insidern bekannt sind.