Hohe Kerosin-Preise

AUA prüft, ob sie Flugzeuge am Boden lässt

01.04.2026

Die AUA bereitet sich auf weiter steigende Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs vor. Die Streichung unprofitabler Strecken und eine vorzeitigen Ausflottung älterer Flugzeuge ist im Gespräch. 

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Der Iran-Krieg sorgt für extrem gestiegene Kerosin-Preise und weltweite Unsicherheit. So überlegt man sich jetzt auch bei der AUA, ob man einige Flugzeuge auf dem Boden lässt. Auf oe24-Anfrage heißt es: "Bei den Airlines der Lufthansa Group, darunter Austrian Airlines, werden Szenarien entwickelt und bewertet, um auf Änderungen des Marktumfeldes schnell reagieren zu können, zum Beispiel durch Streichung unprofitabler Strecken oder auch einer vorzeitigen Ausflottung von älteren Flugzeugen."

Denn das geopolitische Umfeld bleibe weiterhin sehr volatil und sei von kurzfristigen Veränderungen sowie Marktschwankungen geprägt.

Was passiert mit Flugzeugen?

Gleichzeitig werde aktuell noch ausgearbeitet, wie "die frei gewordenen Flugzeugkapazitäten bei Austrian Airlines durch die ausgesetzten Verbindungen in den Nahen Osten im Sommer anderweitig eingesetzt werden". Es konnten also auch neue Verbindungen angeboten werden.

Wie steigen die Preise der Flugtickets?

Vor dem Sommerurlaub bewegt viele, wie sich jetzt die Preise der Flugtickets entwickeln. Die AUA sagt zu oe24: "Vor allem in der kommerziellen Luftfahrt haben Angebot und Nachfrage in Verbindung mit dem Wettbewerb eine sehr starke beziehungsweise dynamische Auswirkung auf Preise."

Die International Surcharge ist dabei ein Faktor bei Preisbildung. Sie soll den Teil der nicht beeinflussbaren Gebühren und Kosten kompensieren, Treibstoff bildet dabei nur eine Position des Zuschlags. "Weil die Lufthansa Group im Gegensatz zu vielen anderen Airlines den überwiegenden Teil Ihrer Kerosinkosten abgesichert hat, ist sie besser vor Schwankungen geschützt", heißt es. Rund 80% seien abgesichert. ABER: Lufthansa-Chef Carsten Spohr warnt dennoch laut Handelsblatt: "Alleine für die verbleibende Treibstoffmenge würden die gestiegenen Kerosinpreise Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro ausmachen, sodass man um Preiserhöhungen nicht herumkomme. "Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen", wird der Lufthansa-Chef zitiert. 

  

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