Britische Regierung übernimmt Bahn-Verbindung
Verkehrsminister Andrew Adonis deutete an, dass die Regierung auch andere Lizenzbetriebe von National Express übernehmen könnte. Konzernchef Richard Bowker hatte kurz zuvor seinen Wechsel zu einem Unternehmen in den Nahen Osten angekündigt.
National Express hatte die East-Coast-Lizenz für die Strecke zwischen der schottischen Hauptstadt Edinburgh und London im Jahr 2007 erworben und musste dafür bis zum Jahr 2015 umgerechnet 1,6 Mrd. Euro zahlen. Wegen der Wirtschaftskrise hatte sich das Unternehmen aber mit den Passagierzahlen verkalkuliert. Versuche, die Zahlungsbedingungen mit der Regierung neu zu verhandeln, scheiterten. Allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres waren nach Unternehmensangaben Verluste von 23 Mio. Euro aufgelaufen.
Zunächst soll nun ein öffentliches Unternehmen den Betrieb übernehmen, Ende 2010 soll dann nach einem neuen Lizenzbetreiber gesucht werden. Die Beschäftigten sollen bei dem öffentlichen Unternehmen weiterarbeiten können. Auch an den Verbindungen solle sich nichts ändern, versicherte der Verkehrsminister.