Tschick-Schock
Beliebte Zigaretten-Marke kostet bald über 7 Euro pro Packerl
09.01.2026Raucherinnen und Raucher müssen heuer früher tiefer in die Tasche greifen. Bereits im Februar steigen die Zigarettenpreise, ausgelöst durch eine vorgezogene Anhebung der Tabaksteuer.
Die Bundesregierung hebt im Februar die Tabaksteuer an. Die großen Hersteller reagieren darauf mit Preiserhöhungen, die Konsumentinnen und Konsumenten bereits Anfang des Jahres treffen.
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Der Hersteller JTI erhöht im Zuge der Steueranhebung die Preise für mehrere Sorten. Eine Packung Camel verteuert sich um 30 Cent und kostet künftig 6,80 Euro statt bisher 6,50 Euro. Die Konzernmarke Winston bleibt vorerst preislich unverändert, ebenso Benson & Hedges. Die Marke „Meine Sorte“ (früher „Milde Sorte“) steigt ebenfalls um 30 Cent und kostet künftig 7,30 Euro.
Marlboro knackt die Sieben-Euro-Marke
Auch Philip Morris hebt die Preise ab 2. Februar an, wie aus einem Schreiben an die Trafikanten hervorgeht. Die klassischen roten Marlboro kosten dann erstmals sieben Euro. Die Preiserhöhung beträgt zehn Cent, ebenso bei den Tabakerhitzer-Sticks „Heets“. Chesterfield wird um 20 Cent teurer, ebenso die Marke „Philip Morris“. L&M bleibt unverändert, war allerdings bereits im Vorjahr um 50 Cent teurer geworden.
Weitere Hersteller noch zurückhaltend
Die Tabakkonzerne BAT, zu denen unter anderem Lucky Strike gehört, sowie Imperial mit Marken wie Gauloises haben bislang keine Preisänderungen angekündigt. Der jährliche Preiskampf gilt damit als eröffnet. Weitere Erhöhungen bei nahezu allen Marken gelten als wahrscheinlich, wenn auch wohl nicht in dem Ausmaß wie im vergangenen Jahr, als es zwei Preiserhöhungsrunden gab.
Millionen für den Staat
Die steigenden Zigarettenpreise wirken sich auch auf die Inflation aus. Das Finanzministerium rechnet für heuer mit rund 100 Millionen Euro zusätzlichen Einnahmen aus der Tabaksteuer. Ein Teil davon resultiert aus der Einbeziehung alternativer Produkte ins Monopol, ein weiterer aus den höheren Preisen für klassische Zigaretten.