Bereits 21 Österreicher an FSME erkrankt
"Bedauernswert ist die Tatsache, dass sich nach wie vor zu viele Menschen ungeschützt in der Natur aufhalten und sich scheinbar des Risikos nicht bewusst sind, an einer FSME erkranken zu können. Das Virus zirkuliert in der Natur und FSME-Endemiegebiete sind über ganz Österreich verbreitet", warnte Univ.-Prof. Franz X. Heinz, Vorstand des Klinischen Instituts für Virologie der Medizinischen Universität Wien.
Nur 37 Prozent der Österreicher ist das Impfschema bekannt, und gesundheitsbedrohende Fehlmeinungen, dass eine Impfung nach dem Biss hilft oder die sofortige Entfernung der Zecke eine FSME verhindern kann, halten sich ebenfalls hartnäckig, hieß es am Montag in einer Aussendung der ARGE Gesundheitsvorsorge. Univ.-Prof. Michael Kunze, Leiter des Instituts für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien und Mitglied des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrates (OSR) klärt auf: "Eine Impfung nach einem Zeckenbiss gibt es nicht - nur die vorbeugende Impfung schützt. Das FSME-Virus wird innerhalb von Sekunden übertragen, außerdem wird nur jeder zweite Zeckenbiss stich überhaupt bemerkt."