Check-in-Chaos bei Ryanair am Londoner Flughafen
Unter den Reisenden befand sich ein BBC-Reporter auf dem Weg in den Urlaub. "Es ist ein Alptraum", sagte David Dimbleby der "Times". "Die Polizei ist hier mit Maschinengewehren, um uns eigentlich vor Terroristen zu schützen, aber sie schützen letztendlich die Ticketverkäufer von Ryanair."
Ryanair machte am Sonntag einen personellen Engpass für das Chaos verantwortlich. Die Servicegesellschaft Swissport, die im Auftrag von Ryanair die Flüge abfertigt, habe eine "ungenügende Anzahl von Gepäckaufgabe-Schaltern" geöffnet. Ein Check-in ist für alle Passagiere seit dem 21. Mai nur noch im Internet möglich. Eine Übergangsfrist räumte die Gesellschaft ein - sie ist wahrscheinlich zum Monatsbeginn am Samstag ausgelaufen. "Kein Passagier braucht sich anzustellen, um am Flughafen einzuchecken", teilte der Billigflieger auf seiner Internetseite mit. Eine Information über die Erstattung der verpassten Flüge wurde nicht gegeben.
Der Billigflieger versucht sich mit verschiedenen Sparmaßnahmen als "Aldi (Hofer) der Lüfte" zu profilieren. Für Aufsehen sorgten die Ideen einer Toilettengebühr oder eines Gratisflugs für Stehplätze.