KV-Vehandlungen

DIESE Personen bekommen ab April mehr Gehalt

04.02.2026

Nach drei "intensiven und konstruktiven" Verhandlungsrunden habe man sich am Dienstagabend geeinigt, hieß es seitens der Gewerkschaft.

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Wien. Nachdem in der Vorwoche die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 130.000 Beschäftigten in der Sozialwirtschaft Österreich mit einem Plus von 2,4 Prozent der IST-Gehälter erfolgreich abgeschlossen wurden, gab es nun auch beim Kollektivvertrag mit dem Verein Karitativer Arbeitgeber, darunter die Caritas, eine Einigung. Die Beschäftigten erhalten ab April ein Plus von 2,6 Prozent auf Kollektivvertragsgehälter, gaben die Verhandler am Mittwoch via Aussendung bekannt.

Nach drei "intensiven und konstruktiven" Verhandlungsrunden habe man sich am Dienstagabend geeinigt, hieß es am Mittwoch seitens der Gewerkschaften GPA und vida und vom Verein karitativer Arbeitgeber*innen (VkA*). Damit wurden die Verhandlungen für 2026 und 2027 für mehr als 17.000 Beschäftigte im gemeinnützigen karitativen Bereich abgeschlossen. Man habe "unter herausfordernden Rahmenbedingungen - geprägt durch deutlichen Spardruck seitens Bund, Ländern und Fördergebern" - einen Kompromiss erzielt, der vor allem im Rahmenrecht Verbesserungen bringe.

Plus 2,6 Prozent ab 1. April

Im Kern bringt das Ergebnis demnach ab 1. April ein Plus in der Höhe von 2,6 Prozent auf Kollektivvertragsgehälter, Zulagen und Zuschläge sowie ab 1. Jänner 2027 eine Erhöhung der Gehälter um mindestens 2,3 Prozent, abhängig von der Inflation. Der Pflegezuschuss in der Höhe von 135,50 brutto pro Vollzeitmonat wurde für zwei Jahre befristet fortgeschrieben.

Zudem wurden rahmenrechtliche Verbesserungen ab 1. Jänner 2026 fixiert - auch rückwirkend gültig, wie es auf Nachfrage hieß: Eltern, die für Kinder mit Behinderung eine erhöhte Familienbeihilfe beziehen, profitieren von einer zusätzlichen Woche Pflegefreistellung. Die Zeiten des Präsenzdienstes werden bei Neuantritten als Vordienstzeiten angerechnet und Lehrlinge erhalten im Rahmen von Lehre mit Matura fünf Tage bezahlte Freistellung. Mit einer neuen Gehaltsstufe sollen ab 2027 darüber hinaus auch Beschäftigte, die bereits sehr lange im Einsatz und im Dienst sind, in den Genuss eines zusätzlichen Biennalsprungs kommen.

Gültig für mehr als 40 Organisationen

Österreichweit gilt der Kollektivvertrag für mehr als 40 gemeinnützige Organisationen, die in der Pflege, der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, obdachlosen und armutsbetroffenen Menschen oder im Bildungsbereich tätig sind.

Arbeitgeber-Vertreter und Caritas-Vizepräsident Alexander Bodmann sagte, es sei in einem für die gesamte Soziallandschaft "besonders herausfordernden Jahr" gelungen, gemeinsam einen verantwortungsvollen Abschluss zu erreichen. Der Abschluss erkenne die Leistungen der Mitarbeitenden an und trage gleichzeitig den budgetären Rahmenbedingungen Rechnung. "Wir danken Betriebsrat und Gewerkschaft für die vertrauensvollen Verhandlungsgespräche und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und das Vertrauen, das sie in uns setzen."

GPA-Chefverhandlerin Eva Scherz sprach von einem "harten, aber realistischen Kompromiss" vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Mittel. Michaela Guglberger, Verhandlerin der Gewerkschaft vida betont unter anderem die Vorteile für langjährige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: "Mit der neuen Lohn- und Gehaltsstufe ab dem 18. Berufsjahr setzen wir ein wichtiges Zeichen der Anerkennung für Kolleginnen und Kollegen, die über viele Jahre hinweg engagiert in ihren Organisationen tätig sind."