EBRD will Nabucco-Pipeline unterstützen
Für die Pipeline, die von 2014 an Erdgas aus dem Kaspischen Raum durch die Türkei nach Europa transportieren soll, sind Kosten von 7,9 Milliarden Euro veranschlagt. Die Leitung, die unter Federführung der OMV errichtet wird, soll Europa unabhängiger von Importen aus Russland machen. Finanzierungszusagen internationaler Institute gelten als wichtiger Vorteil gegen Konkurrenzprojekte. Russlands Gasriese Gazprom plant etwa zusammen mit der italienischen Eni eine eigene Pipeline, die durch das Schwarze Meer führt (South Stream).
An der von der EU unterstützten Pipeline arbeiten aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei mit. Mitte Juli machten fünf Staaten und die EU mit einer Regierungsvereinbarung in Ankara den Weg frei. Russland kritisiert das Projekt seit Jahren und bemüht sich selber um Vereinbarungen mit Förderländern, um das Gas über South Stream liefern zu lassen.