EU schafft Pflicht zu Quartalsberichten ab
Die EU will den Unternehmen Bürokratieaufwand ersparen und dem kurzfristigen Spekulieren an den Finanzmärkten begegnen. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, der die Gesetzesinitiative gestartet hatte, sagte: "Die Berichtspflichten sind modernisiert und die Kosten sinken, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen." Nach Ansicht der EU-Gesetzgeber sind Vierteljahresberichte für den Anlegerschutz nicht notwendig.
Die neuen Regeln müssen von den Mitgliedstaaten noch gebilligt werden, was als Formalie gilt und noch im Juni passieren soll. Die EU-Staaten haben dann zwei Jahre Zeit für die Umsetzung in nationales Recht.
Darüber hinaus will die EU den Einstieg in Unternehmen transparenter gestalten. Der Besitz von Finanzinstrumenten - wie etwa Aktienoptionen - soll ab bestimmten Schwellenwerten veröffentlicht werden. Somit wird es schwieriger, verdeckte Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften aufzubauen.