Strompreis stabil

EVN erwartet Ergebnisplus für 2009/10

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Das niederösterreichische Energieunternehmen erwartet für sein Geschäftsjahr 2009/10 (per 30. September) ein deutlich besseres Ergebnis als 2008/09. Den starken Anstieg des Konzernergebnisses um 23,5 % auf 208,5 Mio. Euro im Halbjahr 2009/10 führt EVN-Chef Burkhard Hofer vor allem auf ein deutliches Plus im Finanzergebnis zurück, das von 31 Mio. Euro auf 71,7 Mio. Euro zunahm.

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Unter anderem profitierte die EVN von der Verbund-Dividende, die um 8 Mio. auf 50,1 Mio. Euro anstieg. Für heuer rechnet Hofer mit stabilen Verhältnissen bei Strom- und Gaspreisen, sodass derzeit aus seiner Sicht Erhöhungen nicht notwendig seien, hieß es beim Halbjahresgespräch heute, Donnerstag, in Wien.

Der EVN-Chef deutete an, dass die Dividende für das Geschäftsjahr erhöht werden dürfte, wenn sich nichts dramatisches ändere. 2008/09 zahlte das Unternehmen als Dividende 0,37 Euro je Aktie aus.

Dass der Umsatz im Halbjahr 2009/10 trotz höherer Absatzmengen (+3,8 %) quasi stagnierte, sei auf die dreimalige Reduzierung des Gaspreises im Vorjahr zurückzuführen, so Hofer weiter. Dies wirke sich im Halbjahr für die EVN besonders stark aus, da der Gasanteil ein deutlich größeres Gewicht habe. Der Gesamtumsatz legte im Jahresvergleich ganz leicht um 0,6 % auf 1,625 Mrd. Euro zu, während der operative Gewinn (Ebit) um 5,7 % auf 194,4 Mio. Euro stieg.

Rückgänge gab es im Segment Erzeugung mit einem Umsatzminus von 3,2 Prozent auf 69,5 Mio. Euro, während das operative Ergebnis (Ebit) deutlich um 38,2 % auf 22,4 Mio. Euro einbrach. Insgesamt wurden 2.541 GWh Strom erzeugt, ein Plus von 6,3 %. Während die Stromproduktion in Wärmekraftwerken um 10,6 % auf 1.957 GWh zulegte, ging die Erzeugung durch erneuerbare Energien um 5,9 % auf 585 GWh zurück. Im Wesentlichem sei das auf Rückgänge in der Windkraft zurückzuführen, so Hofer. Generell gebe es bei der Erzeugung aufgrund der niedrigen Marktpreise und der damit sinkenden Margen Rückgänge.

Im Segment Energiehandel und -vertrieb konnte der Umsatz (+0,2 % auf 772 Mio. Euro) und das operative Ergebnis (+2,7 Prozent auf 73,6 %) stabil gehalten werden. Im Bereich Gas und Wärme konnte aufgrund der kälteren Witterungen und der Inbetriebnahme der Fernwärmeleitung St. Pölten der Absatz gesteigert werden. Das Segment Netzinfrastruktur erzielte einen deutlichen Zuwachs beim Ebit um 31,8 % auf 91,5 Mio. Euro, während der Umsatz um 6,6 % auf 287,7 Mio. Euro zulegte.

"Im Umweltbereich haben wir einen Auftragsbestand von rund 540 Mio. Euro", berichtete Hofer. Ein Großprojekt ist die Errichtung der zweiten Müllverbrennungsanlage durch die EVN in Moskau mit einer Investitionssumme von 500 Mio. Euro. Außerdem soll heuer im Juni in der Türkei eine Kläranlage mit einer Investitionssumme von 108 Mio. Euro eröffnet werden. Die EVN führt ein internationales Konsortium an, das die Anlage erreichtet hat und 5 Jahre lang betreiben wird. Die Umsatzerlöse gingen im Segment Umwelt um 2,3 % auf 103,9 Mio. Euro zurück. Außerdem konnte der operative Verlust von 7,4 Mio. Euro (2008/09) auf 0,5 Mio. Euro verringert werden.

Die Bilanzsumme der EVN stieg im Halbjahr 2009/10 gegenüber dem 30. September 2009 um 2,1 Prozent auf 6,836 Mrd. Euro, während das Eigenkapital um 0,6 Prozent auf knapp 3,11 Mrd. Euro zurückging. Die Nettoverschuldung der EVN legte um 9,9 Prozent auf rund 1,51 Mrd. Euro zu. Die Eigenkapitalquote ging im 1,2 Prozentpunkte auf 45,5 % zurück.