Wiener Börse
ATX startet 0,6% fester bei 2.662,72
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im frühen Handel bei moderatem Anfangsvolumen mit festerer Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2.662,72 Punkten nach 2.646,75 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Plus von 15,97 Punkten bzw. 0,60 Prozent.
Der Frühhandel gestaltete sich überwiegend ruhig. Mangels neuer Unternehmensnachrichten aus Österreich orientierte sich die Wiener Börse vor allem am gesamteuropäischen Börsenumfeld. Auch an anderen Märkten in Europa ging es nach oben, nachdem die am Vorabend veröffentlichten Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed Hoffnungen auf weitere expansive Maßnahmen der Notenbanker geschürt hatten.
Gut gesucht waren im Frühhandel Raiffeisen Bank und stiegen um 2,04 Prozent auf 39,54 Euro. Bank-Chef Herbert Stepic hatte in einem Interview mit dem "WirtschaftsBlatt" (Mittwochsausgabe) das Interesse des Hauses an der polnischen Polbank bestätigt.
Bei höherem Umsatz gesucht waren Schoeller-Bleckmann und stiegen um 1,79 Prozent auf 48,44 Euro. Größter Gewinner im prime market waren bei moderatem Volumen BWT mit einem Plus von 2,45 Prozent auf 20,70 Euro. Strabag stiegen um 1,33 Prozent auf 17,96 Euro. Der Baukonzern hat mit einem Konsortium internationaler Banken einen syndizierten Kredit im Volumen von 2,0 Mrd. Euro erneuert. Dieser Kreditrahmen ersetzt die bestehende Linie in Höhe von 1,5 Mrd. Euro, teilte die Strabag mit.
Unter Druck kamen am Vormittag A-Tec und fielen um 1,31 Prozent auf 6,63 Euro. Laut der Tageszeitung "Die Presse" dürfte das Bookbuilding für eine dringend benötigte neue Anleihe des Konzerns Ende vergangener Woche ein "Flop" gewesen sein.
"Investoren hätten angesichts der wenig berauschenden Halbjahreszahlen und des hohen Risikos, das der knapp zweistellige Anleihen-Zinssatz widerspiegelte, kalte Füße bekommen", schreibt die "Presse". A-Tec-Chef Mirko Kovats führt nun in London selbst Gespräche mit Investoren, heißt es im Bericht. Sollte die Platzierung einer neuen Anleihe nicht klappen, werde laut Beobachtern auch ein Ansuchen um Staatshaftung nicht ausgeschlossen.
Der ATX Prime notierte bei 1.276,88 Zählern und damit um 0,57 Prozent oder 7,29 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 28 Titel mit höheren Kursen, sechs mit tieferen und zwei unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 674.521 (Vortag:779.266) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 21,901 (22,26) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.