Mega-Umsatz

Fruchtsafthersteller Rauch cashte 1,81 Mrd. Euro

13.03.2026

Umsatz-Plus von 2,1 Prozent. Unternehmen will weiter wachsen, Klimawandel beeinflusst Ernten der Rohstoffe.

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Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Rauch hat 2025 einen Umsatz von 1,81 Mrd. Euro erzielt, laut eigenen Angaben ein Zuwachs von 2,1 Prozent zum Vorjahr. Das wirtschaftliche Umfeld des Geschäftsjahrs beschrieb das Unternehmen in einer Aussendung am Freitag als "weiterhin herausfordernd". Weitere Geschäftszahlen gibt das 1919 gegründete Familienunternehmen traditionell nicht bekannt.

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"Unsere Stärke liegt nicht in einem einzelnen Markt oder Produkt, sondern in der Kombination aus Vielfalt, Internationalität und eigener Wertschöpfung", so Geschäftsführer Jürgen Rauch. Das gebe Rauch die Stabilität, auch langfristig zu investieren. Die Standorterweiterung in Nüziders (Bez. Bludenz) mit 150 neuen Arbeitsplätzen sehe man als zentrales Zukunftsprojekt. Dort entstehe eine der modernsten Fruchtsaftfabriken, laut Jürgen Rauch "ein klares Bekenntnis zu Vorarlberg und Österreich".

Weitere Investitionen erfolgen am Hauptsitz in Rankweil (Bez. Feldkirch). International will man ebenfalls weiter wachsen: Der Standort Glendale in Arizona sei vollständig ausgebaut und zähle zu den größten Getränkefabriken Nordamerikas. In North Carolina entstehe derzeit ein zweites US-Werk. In Deutschland soll das Werk Baruth in Brandenburg erweitert werden.

Klimawandel beeinflusst Ernten der Rohstoffe

Herausfordernd blieben die Rohstoffmärkte. Preisschwankungen bei Rohstoffen, Verpackungen und Energie seien weiter ein Risikofaktor, klimatische Veränderungen beeinflussten Ernten und Verfügbarkeit zunehmend. "Der Klimawandel ist bei unseren Rohwaren schon längst Realität", erklärte Rauch. Man arbeite stetig daran, die Lieferketten resilienter und nachhaltiger zu gestalten.

Die eigenen Marken blieben das strategische Zentrum, hieß es. So entwickle sich die Premium-Marke "Happy Day" international erfolgreich. Die Marke "Bravo", vor allem um das Mittelmeer gefragt, sei modernisiert worden. Im Gastronomie- und Genusssegment habe man international deutlich zugelegt. In Deutschland gehöre man inzwischen zu den stärksten Marken im umkämpften Fruchtsaftmarkt. Die Belegschaft sei auf 3.247 Mitarbeitende weltweit angewachsen, davon arbeiten mehr als 1.200 in Österreich.

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