Registrier-Kassa
Insider: So lief der Gastro-Betrug
28.01.2026Betrug bei Registrier-Kassen mit Offline-System »ganz leicht möglich«.
In der Gastronomie ist ein Registrierkassen-Betrug in Millionenhöhe aufgedeckt worden. Die Unternehmen verwendeten laut Finanzministerium alle eine manipulierte Software. oe24 hat mit einem Gastro-Insider gesprochen, der einen schweren Verdacht hat: „Der Missbrauch mittels Offline-System ist ganz einfach“, sagt Unternehmer Markus Bernhart oe24. "Im Nachhinein können Buchungen ausgebessert – oder gelöscht werden.“
Geheimcode
Der Trick läuft so: Man schaue sich einfach an, welcher Gast hat bar bezahlt und keinen Beleg erhalten – und nimmt die Buchung im Nachhinein aus dem System.
„Dafür gibt es einen Geheimcode, der in der Software eingegeben wird und teils beim Verkaufsgespräch schon erwähnt wird. Offiziell wirkt die Software der Registrierkassa sauber, aber mit dem Code kann getrickst werden. Und Steuern – Umsatzsteuer und Einkommenssteuer – hinterzogen werden.“
Mehr als 50 Hausdurchsuchungen sind bei einer österreichweiten Schwerpunktaktion vergangene Woche durchgeführt worden, der Hauptbeschuldigte, der die Software vertrieben hat, saß sogar kurz in U-Haft. Er ist geständig. Die Schaden dürfte fünf Millionen Euro übersteigen.
Gastro-Insider klärt auf
Für den Gastro-Insider und Unternehmer Markus Bernhart gibt es nur eine sichere Lösung: Ein Online-System, das direkt mit der Cloud verbunden ist. Seit zehn Jahren vertreibt er so genau so ein System für Mittel- und Kleinbetriebe namens „ready2order“. Er hat mit dem Austro-System bereits 17.000 Kunden in der DACH-Region.
"Auch bei einem Online-System sind Verbesserungen möglich, falls einmal etwas falsch gebucht wird. Das wird aber alles in der Cloud - auf einem Server - dauerhaft gespeichert und ist nachvollziehbar." Bei Offline-Systemen erfolgt die Speicherung nur lokal auf dem Gerät, das mitunter manipuliert werden kann.