Insolvenz-Schock

Luxus-Hotel in Wiener Innenstadt schlittert in Millionen-Pleite

31.03.2026

Schwere Turbulenzen in der Wiener Innenstadt: Das Prestigeprojekt "Mandarin Oriental" sorgt für eine Millionen-Pleite. Zwei beteiligte Firmen sind zahlungsunfähig, rund 80 Gläubiger sind betroffen. 

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© Instagram/mo_vienna/Screenshot
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Das prominente Bauvorhaben "Hotel Riemergasse" in bester Wiener Lage ist ins Stocken geraten. Über das Vermögen der hagenauer Austria GmbH & Co KG sowie der hagenauer Austria GmbH wurden am Dienstag am Handelsgericht Wien zwei Konkursverfahren eröffnet.

Wie Iris Scharitzer vom Österreichischen Verband Creditreform berichtet, ist die betroffene Projektgesellschaft als Totalunternehmerin für das künftige "Mandarin Oriental Wien" verantwortlich.

Massive Probleme bei Zahlungen

Die Gründe für den finanziellen Kollaps sind vielfältig. Seit Jänner sollen Zahlungen der Auftraggeberin ausgeblieben sein, was zu einem massiven Liquiditätsengpass führte. Zusätzlich fiel die Finanzierung durch die Muttergesellschaft weg, während es gleichzeitig erhebliche Probleme bei der Leistungserbringung gab. Von der Insolvenz sind insgesamt sechs Mitarbeiter und etwa 80 Gläubiger betroffen.

Fehlendes Geld trotz Millionen-Werten

Interessant ist der Blick in die Bilanz: Bei der Hauptgesellschaft stehen Aktiva von rund 21,3 Millionen Euro Passiva von etwa 18,9 Millionen Euro gegenüber. Eine rechnerische Überschuldung liegt zwar nicht vor, doch es fehlt schlichtweg an flüssigen Mitteln, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. 

Fristen für die Gläubiger

Eine Fortführung der Unternehmen ist nach aktuellem Stand nicht geplant. Als Masseverwalter wurden Dr. Stephan Riel und Mag. Clemens Richter bestellt. Betroffene Gläubiger haben nun Zeit, ihre Forderungen bis Donnerstag, 28. Mai 2026, anzumelden. Die erste Versammlung der Gläubiger findet am Donnerstag, 11. Juni 2026, statt. Damit steht eines der exklusivsten Hotelprojekte der Stadt vor einer ungewissen Zukunft.