Markenrechte & Lager

Nach Pleite: Investor übernimmt Mediashop

11.05.2026

Beim insolventen Teleshopping-Unternehmen Mediashop zeichnet sich eine Lösung ab: Mit der One Stop GmbH hat ein Mödlinger Investor den Zuschlag für die Vermögenswerte des Neunkirchner Teleshopping-Betreibers erhalten. 

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Jetzt fehlt nur mehr die Zustimmung des Insolvenzgerichtes, berichtet der "Kurier" am Montag Online.

Damit könnte das Unternehmen - wenn auch in abgespeckter Form - fortgeführt werden. Die One Stop GmbH erwarb unter anderem die Markenrechte und das Warenlager. Gemanagt wird Mediashop künftig von Patrick Schenner. "Ich freue mich, dass Leute weiterbeschäftigt und das Unternehmen weitergeführt wird", wird Masseverwalter Michael Lentsch zitiert. "Die Alternative wäre ein Bauchfleck gewesen."

Insgesamt wurden dem Masseverwalter 15 Angebote unterbreitet. Mehrere Angebote in einem ähnlichen Umfang wie jenes von One Spot wurden lediglich unverbindlich abgegeben. Daher entschied sich der Masseverwalter für das Angebot von One Spot. Der Gläubigerausschuss hat den Deal bereits genehmigt. Vergangenes Wochenende wurden die Kaufverträge unter Dach und Fach gebracht - unter der aufschiebenden Bedingung der Genehmigung durch das Insolvenzgericht.

Rund 55 Millionen Euro Schulden

Mediashop mit 163 Mitarbeitern meldete heuer Ende Februar Insolvenz an. Die Schulden wurden mit rund 55,27 Mio. Euro beziffert, davon 14,56 Mio. Euro bei Banken. 11,08 Mio. Euro entfielen auf Lieferungen und Leistungen, weitere 22,25 Mio. Euro schuldet die Mediashop GmbH angeblich verbundenen Unternehmen. Da ein Sanierungsplan scheiterte, wurde ein Konkursverfahren eingeleitet.

"Über die Bitte des Masseverwalters verblieben 34 Dienstnehmer im Unternehmen, damit eine Art Notbetrieb aufrecht erhalten werden konnte, um die Verwertung als Ganzes zu ermöglichen", heißt es im zweiten Bericht des Masseverwalters. Künftig soll sich die Mitarbeiterzahl zumindest verdoppeln.

Nicht nur der Umsatzrückgang im Vorjahr führte laut dem Bericht zur Insolvenz: So schrieb Mediashop seit dem Wirtschaftsjahr 2022/23 insgesamt rund 42 Mio. Euro Verlust. Dennoch flossen im Frühjahr 2025 rund 17 Mio. Euro Dividende an die deutsche Mutter Mediashop International Group. Für Lentsch stelle sich die Frage, ob die Dividende gegen Kapitalerhaltungsvorschriften verstoße. Er prüft derzeit Organhaftungsansprüche gegen die Verantwortlichen.