Hoffnung

Kann Mediashop noch gerettet werden?

In letzter Sekunde scheint sich doch eine Lösung abzuzeichnen: Ein heimisches Konsortium bemüht sich um die Übernahme der Mediashop. 

In einem ersten Schritte sollen demnach 30 von den ursprünglich 162 Dienstnehmern von Mediashop übernommen werden, später soll das Personal aufgestockt werden. Aber nicht alle werden freillich ihren Arbeitsplatz behalten können, heißt es vom Gläubigerschutzverband Creditreform. Die Verhandlungen seien zwar "weit fortgeschritten“, aber noch nicht abgeschlossen. Eine zeitnahe Entscheidung stehe jedenfalls an.

Zurückgezogener Sanierungsplan

Ende Februar 2026 musste die in Neunkirchen beheimatete Mediashop GmbH Insolvenz anmelden. Die Passiva des Unternehmens betragen nach eigenen Angaben rund 45 Millionen Euro. Einen Sanierungsplan zog die Mediashop GmbH Anfang März zurück.

Zur Unternehmensgeschichte

Mediashop wurde 1999 gegründet, vertrieben wurden Produkte aus den Bereichen Haushalt, Küche, Fitness, Gesundheit und Lifestyle. Aus dem Unternehmen war zu hören, dass es in jüngerer Vergangenheit zu "tiefgreifenden Veränderungen im Konsumverhalten" gekommen sei. Denkt man an Mediashop, fällt einem sofort das Wort "bekannt aus dem Fernsehen" ein. Laut Eigenaussage ist Mediashop auf 175 TV-Stationen vertreten. Der konzernweite Jahresumsatz soll zuletzt bei beachtlichen 170 Millionen Euro gelegen sein. 

Und wer zieht die Fäden?

Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem heimischen Konsortium um eine österreichische Investorengruppe rund um den Manager Patrick Schenner handeln. Künftig wolle man man sich nicht mehr auf ein Dutzend Länder, sondern auf die Region Deutschland, Österreich und die Schweiz konzentrieren. Außerdem soll statt auf 172 TV-Kanälen die Produktwerbung nur noch auf bis zu 30 TV-Kanälen stattfinden.

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