Teurer Winter

Preis-Explosion: So teuer wird das Heizen

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Strom, Gas, Heizöl: Die Preise haben schon heftig angezogen - und es wird wohl noch teurer.
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Mit den kühleren Temperaturen der letzten Tage wird so mancher mit dem Einheizen begonnen haben. Gut möglich allerdings, dass die Heizkostenabrechnung für die kommende Saison uns ordentlich wird zittern lassen. Denn die Energiepreise explodieren nachgerade.

Vorboten sind die Großhandelspreise für Gas und Strom, die sich gegenüber dem Vorjahr teils verdoppelt haben. Und der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) liegt im Jahresvergleich um 53,8 %höher. "Die Kosten für das Produkt Strom machen im Strompreis der Haushalte zwar nur einen kleineren Teil aus, Preisentwicklungen wie wir sie jetzt sehen, erhöhen allerdings laufend den Druck für die Stromversorger, ihre Preise anzupassen", sagt Herbert Lechner, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Gaspreis explodiert

Stark beeinflusst wird der Strompreis im Großhandel in Europa vom Gaspreis, der rasant steigt. Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) stieg im August im Vergleich zum Juli um 21,1 %. Und der Großhandelspreis für Gas ist jetzt im September fünf Mal so hoch wie vor einem Jahr! Gründe sind die höhere Nachfrage wegen des Konjunkturaufschwungs sowie stockende Lieferungen aus Russland. Österreichs Erdgasspeicher sind derzeit erst halb voll.

Preiserhöhungen für Verbraucher seien in den nächsten Monaten wohl zu erwarten, sagen Experten. Deutsche Verbraucherportale berichten bereits von einer "größeren Gaspreiswelle" im Herbst und Winter.

Wer für seine Haushaltsenergie einen sogenannten "Floating Tarif" hat -dieser wird monatlich auf Basis des Großhandelspreisindexes angepasst - hat jetzt eher Pech. Auf jeden Fall zahle es sich aus, nachzuschauen, welchen Vertrag man überhaupt hat und welche Alternativen es gibt, rät Karina Knaus von der Österreichischen Energieagentur. (sea)