Spaniens ältester Atommeiler soll am Netz bleiben
Die Zukunft des Kraftwerks ist in Spanien ein heikles Thema, das sogar die Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero in zwei Lager gespalten hatte. Einige Kabinettsmitglieder traten für eine sofortige Schließung der Anlage ein, andere für eine Verlängerung der Betriebsgenehmigung um zehn Jahre. Die Aufsichtsbehörde für nukleare Sicherheit (CSN) hatte empfohlen, die Lebensdauer des Atomkraftwerks um zehn Jahre zu verlängern und 50 Millionen Euro in die Modernisierung der Anlage zu investieren.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kündigte an, sie werde eine Verlängerung der Betriebsgenehmigung vor den Gerichten anfechten. Sie warf Zapatero vor, damit das Wahlversprechen zu brechen, Spaniens Atomkraftwerke nach dem Ablauf ihrer Betriebsgenehmigungen vom Netz zu nehmen.
Die Atomkraft deckt in Spanien etwa ein Fünftel des Stromverbrauchs. Seit 1984 gilt ein Moratorium für den Bau neuer Reaktoren. Garona ist nicht nur das älteste, sondern mit einer Leistung von 466 Megawatt auch das kleinste der insgesamt acht Kernkraftwerke in Spanien.