Tokio schließt nach Olympiazusage deutlich im Plus
Die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 an Tokio beflügelte den Handel zu Wochenbeginn. Die Anleger erwarten, dass japanische Unternehmen durch die Vergabe an Tokio lukrative Aufträge einfahren werden.
Zudem gab es auch von Konjunkturseite positive Nachrichten. Die Regierung korrigierte das BIP-Wachstum von zuvor geschätzten 2,6 Prozent auf 3,9 Prozent.
Ebenfalls gestiegen sind die Inflationserwartungen der Bevölkerung. 87,3 Prozent der Japaner rechnen für die nächsten zwölf Monate mit steigenden Preisen - für die japanische Regierung eine positive Nachricht, zumal die Bank of Japan seit April die Wirtschaft mit Geld überschwemmt, um die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft aus der Deflation zu führen.
Unter den stärksten Gewinnern waren zu Wochenbeginn das am Neubau des Olympiastadions beteiligte Bauunternehmen Tasei Corp mit einem Plus von 13,76 Prozent, die Stadionbetreibergesellschaft Tokyo Dome mit Zugewinnen von 13,33 Prozent und Heiwa Real Estate mit einem Kursanstieg von 11,95 Prozent.
Sumco-Aktien verloren 16,87 Prozent auf 734 Yen, nachdem der Elektronikzulieferer am Freitag nach schwachen Zahlen eine Gewinnwarnung veröffentlicht hatte.