USA wollen Energie-Spekulationsgeschäfte bändigen
Zu der geplanten Kontrolle der Energiemärkte sagte Gensler, noch müsse geklärt werden, wo solche Grenzen für Kauf- und Verkaufspositionen liegen sollen, wer sie vorgebe und ob es Ausnahmen geben solle. Anders als bei Agrarprodukten setzt die CFTC bei Energierohstoffen bisher keine Spekulationsgrenzen. Diese werden von den Terminbörsen vorgegeben. Am Dienstag beriet die CFTC in einer ersten Anhörung über eine härtere Kontrolle der Rohstoffmärkte. Der nächste Termin war für Mittwoch geplant.
Während der vergangenen zwei Jahrzehnte war die CFTC oft für eine laxe Haltung kritisiert worden. Auch im vergangenen Jahr geriet sie in die Schusslinie von Abgeordneten, als der Ölpreis ein Rekordhoch von mehr als 147 Dollar je Barrel erreichte. Die CFTC-Kritiker machten damals Investoren für den Preisauftrieb verantwortlich und verlangte Beschränkungen. Die CFTC stellte sich dagegen auf den Standpunkt, der Preis spiegele die Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage wider.
Das "Wall Street Journal" berichtete auf seiner Internetseite, im kommenden Monat wolle die CFTC in einem Bericht nun doch Spekulanten für die Kurskapriolen beim Ölpreis verantwortlich machen. Gensler wies diesen Bericht kurz darauf aber als "voreilig" und "falsch" zurück.