396.332 AMS-Akten

Februar-Rekord: Fast 400.000 Jobsuchende

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Die Situation am heimischen Arbeitsmarkt ist weiter angespannt. Mit 312.906 Jobsuchenden erreichte die Arbeitslosigkeit in Österreich einen neuen Februar-Rekord. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 3,7 % oder um 11.211 Betroffene zu. Gegenüber Jänner ging die Zahl der Jobsuchenden saisonbedingt jedoch um 10.745 Personen zurück. Die Gesamtarbeitslosenquote beläuft sich derzeit auf 5,4 % - nach wie vor der zweitniedrigste Wert in Europa.

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Inklusive Schulungen waren im Februar 396.332 Personen ohne Job, das waren um 10,2 % oder um 36.654 Arbeitssuchende mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Schulungsteilnehmer schnellte regelrecht nach oben: Gegenüber Jänner nahm sie um 43,9 % zu. Die Beschäftigung schrumpfte um 1,1 % oder um 36.000 auf 3,303 Mio.

Der Rückgang der gemeldeten offenen Stellen konnte gebremst werden. Insgesamt waren im Februar 26.218 offene Stellen gemeldet, das waren um 0,2 % oder 57 Jobs weniger als vor einem Jahr. Die Jugendarbeitslosigkeit war mit 47.627 nach wie vor hoch, stieg aber nur mehr um 0,4 % oder um 199 Betroffene an.

Rückgänge in drei Bundesländern

In der Steiermark (-1,4 %), Salzburg (-2,3 %) und dem Burgenland (-1 %)sinkt die Arbeitslosigkeit erstmals leicht. Am stärksten gestiegen ist die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich mit +11,8 %. Rund 30 % der Arbeitssuchenden, das sind 93.419 Personen, haben eine Wiedereinstellungszusage. Erstmals seit Beginn der Krise ging die Arbeitslosigkeit in der Industrie zurück, und zwar um 7 Personen auf 35.925 Betroffene. Deutlich rückläufig war auch die Arbeitslosigkeit bei den Zeitarbeitern, und zwar um 6,8 % (-2.077) auf 28.587.

Am Bau machte sich dagegen die kalte Witterung mit einem Plus von 8 % oder 5.115 mehr Arbeitslosen auf insgesamt 68.700 stark bemerkbar. Steigende Arbeitslosenzahlen gab es auch im Handel (+4,6 % auf 42.530), im Tourismus (+6 % auf 28.249) und in den Gesundheitsberufen (+12 % auf 13.393 Jobsuchende).

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren Männer mit plus 4,2 % auf 207.109 Jobsuchende stärker betroffen als Frauen mit einem Anstieg von 2,8 % auf 105.797 Personen. Stark angestiegen ist die Arbeitslosigkeit bei den Älteren ab 50 Jahre, und zwar um 7,3 % auf 64.730. Die Arbeitslosenquote bei den Älteren betrug überdurchschnittliche 9,2 % und war um 0,4 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr.

Kräftig gestiegen ist die Arbeitslosigkeit bei den Langzeitarbeitslosen, die länger als 12 Monate einen Job suchen, und zwar um 33,1 % auf 7.880 Betroffene. Die Zahl der Lehrstellensuchenden nahm im Jahresvergleich um 5,6 % auf 5.278 Betroffene zu, die gemeldeten offenen Stellen sanken nur leicht um 0,2 % auf 3.152.