Kurkuma

Darum ist "goldene Milch" so gesund

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Kurkuma – das goldgelbe Familienmitglied der Ingwergewächse – gilt als der Allrounder der Ayurveda-Medizin. Wie die Inhaltsstoffe der Safranwurzel wirken und wie Sie sie
optimal entfalten, erfahren Sie hier.
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Kurkuma ist eine seit über 4.000 Jahren verwendete asiatische Wurzel, die als Hauptbestandteil des Curry-Gewürzes auch in unseren Breiten Beliebtheit erlangte. Es bringt aber nicht nur Farbe und Geschmack auf den Teller. Im Ayurveda gilt Kurkuma als bewährtes Arzneimittel, das zur Stärkung sowie zur Behandlung von ­Beschwerden zum Einsatz kommt.

Kräftige Farbe, heilkräftige Wirkung

Mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen wirkt sich Kurkuma mit seinem farb- und heilkräftigen Inhaltsstoff Curcumin grundsätzlich überaus positiv auf den Körper aus, vor allem auf das Herz-Kreislauf-System. Beispielsweise soll das Gewürz ein Protein hemmen, welches ein Risikofaktor von Blutgerinnseln und somit von Herzinfarkten und Schlaganfällen darstellt. Dazu trägt ebenfalls bei, dass Kurkuma den Cholesterinspiegel senkt und – genauso wie Kaffee – die Ablagerung von Plaque auf den Nervenzellen unterbindet. Außerdem verzögert es deren Abbau, kann somit also hilfreich im Kampf gegen Alzheimer sein.Das Superfood wirkt zudem stark entgiftend. Das liegt besonders an seiner antibakteriellen und antientzündlichen Wirkung, die krankmachende Keime im Darm beseitigt, den Magen gesund hält und die Verdauung anregt. Zusätzlich heizt das Pulver die Entgiftungsprozesse in der Galle und der Leber an, wodurch der Körper Toxine (Gifte) besser ausscheiden kann. Auch in der Diabetes-Therapie kommt es ob seiner antidiabetischen Wirkung zum Einsatz. Naturheilmittelexpertin Dr. med. Franziska Rubin (Autorin von „Heilen mit Lebensmitteln“; ZS Verlag) empfiehlt Diabetikern 0,5 bis 4 Gramm Kurkumapulver täglich.

Winter-fit mit Kurkuma

In der kalten Jahreszeit wird Kurkuma vor allem ob seiner wärmenden und Immunsystem stärkenden Eigenschaften geschätzt. Es hilft zudem, lästige Erkältungssymptome, wie Heiserkeit und Halsweh, zu lindern.

Integration in den Speiseplan

Grundsätzlich kann in allen Gerichten und Getränken, in die ein scharf-frischer Geschmack passt, Ingwer durch Kurkuma ersetzt oder beides miteinander kombiniert werden. Von Vorteil ist es, die frische Knolle zu verwenden, denn die enthält noch alle wertvollen ätherischen Öle. Sie entfaltet beim Kochen am besten ihren natürlichen Geschmack sowie die gesunden Eigenschaften. Zu beachten ist ­jedoch, dass die pure Kurkuma nicht besonders gut vom Körper aufgenommen werden kann. Es braucht daher Zündstoffe, damit es seine volle Wirkkraft entfalten kann. Diese Zünder sind Pfeffer, Wärme und etwas Fett – in der asiatischen bzw. in der Ayurveda-Küche sind diese drei Partner traditionell vereint. Sie erhöhen die Wirksamkeit der Curcumoide um das Zehn- bis mehrere Hundertfache. Ein gutes Beispiel: die berühmte „Goldene Milch“, die stets eine Brise Pfeffer enthält und die Wirkung des Gewürzes zusätzlich durch das Milchfett verstärkt. Ein Rezept sowie viele weitere köstliche, stärkende Gerichte mit der Wunderknolle finden Sie in den Kästen.