Haltbar machen
Bärlauch das ganze Jahr genießen: So bleibt er länger frisch
17.03.2026Bärlauch weckt Frühlingsgefühle und verleiht unseren Lieblingsgerichten das gewisse Etwas. Doch leider ist das kulinarische Vergnügen nur von kurzer Dauer. Zum Glück gibt es clevere Möglichkeiten, Bärlauch haltbar zu machen, damit sein einzigartiges Aroma das ganze Jahr über erhalten bleibt.
Endlich ist sie wieder da, die Zeit, in der es in unseren heimischen Wäldern herrlich nach Knoblauch duftet. Doch die Freude ist oft nur von kurzer Dauer: Die Bärlauch-Saison zwischen März und Mai ist leider viel zu schnell vorbei und im Kühlschrank hält das grüne Gold meist nur mickrige zwei Tage durch. Wie Sie die Saison verlängern und das Aroma (und die gesunden Inhaltsstoffe!) für Monate retten? Wir verraten Ihnen die besten Tricks.
Die richtige Vorbereitung
Bevor es ans Konservieren geht, ist Sauberkeit das oberste Gebot. Da Bärlauch meist wild gesammelt wird, besteht die Gefahr einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm. Waschen Sie die Blätter daher immer gründlich unter fließendem Wasser ab und tupfen Sie diese anschließend sorgfältig trocken.
Bärlauch einfrieren
Die wohl einfachste Methode, Bärlauch länger haltbar zu machen, ist ihn einzufrieren. Das geht blitzschnell und erhält das knoblauchartige Aroma am besten. Packen Sie die Blätter im Ganzen, grob gehackt oder püriert in luftdichte Gefrierbeutel, Dosen oder Gläser und stellen Sie den Behälter anschließend ins Gefrierfach. Unser Tipp: Füllen Sie gehackten Bärlauch zusammen mit etwas Wasser oder gutem Olivenöl in Eiswürfelbehälter. So haben Sie beim Kochen immer sofort die perfekten, kleinen Bärlauch-Portionen parat.
Bärlauch trocknen
Wer den Bärlauch lieber als Gewürz nutzt, kann ihn trocknen. Aber Achtung: Dabei verliert das Kraut ein wenig von seinem Aroma und seinen Inhaltsstoffen. Für die Lufttrocknung bündeln Sie die Blätter zu kleinen Sträußchen und hängen Sie ihn an einen dunklen, warmen und gut durchlüfteten Ort kopfüber auf. So ist der Bärlauch für mehrere Monate haltbar. Auch im Backofen lässt sich der Bärlauch trocknen. Lassen Sie ihn bei maximal 40 Grad Celsius für 3 bis 4 Stunden auf dem Backblech trocknen, um ihn mehrere Wochen haltbar zu machen.
Bärlauch-Pesto
Sie können den wilden Knoblauch auch zum Pesto verarbeiten. Geben Sie dazu einfach 75g Bärlauchblätter, 100ml hochwertiges Rapsöl, 50g geröstete Pinienkerne, eine Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer in den Mixer. Pürieren, fertig. Im Kühlschrank bleibt es rund zwei Wochen frisch. Bedecken Sie das Pesto am besten im Glas mit einer Schicht Olivenöl, das versiegelt das Aroma und verlängert die Haltbarkeit. Sie wollen noch länger was davon haben? Frieren Sie das Pesto ein, dann hält es sich bis zu einem Jahr.
Bärlauch-Butter
Die Grillsaison steht bevor, perfekt für eine aromatische Bärlauch-Butter. Hacken Sie den frischen Bärlauch fein und mischen Sie ihn gut mit zimmerwarmer Butter und einer kräftigen Prise Salz. Im Kühlschrank ist diese Geschmacksexplosion bis zu drei Wochen haltbar. Auch hier greift der Eiswürfel-Trick: In Formen eingefroren, haben Sie bis zu sechs Monate lang immer frische Bärlauchbutter griffbereit.
Bärlauchsalz
Ein echtes Highlight für Grillfleisch oder Gemüse ist selbstgemachtes Bärlauchsalz. Mischen Sie dafür einfach 500 Gramm grobes Salz mit 100 Gramm fein gehacktem Bärlauch. Wer es schärfer mag, gibt noch eine Prise Chili dazu. Lassen Sie die Mischung im Ofen bei ca. 50°C für drei Stunden oder an der Luft für ca. 6 Stunden trocknen, fertig ist Ihr kulinarischer Alleskönner.
Mit diesen Methoden holen Sie sich den Frühling das ganze Jahr über auf den Teller.