Barbecue

Grill-Guru warnt vor "Männer-Syndrom"

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Barbecue-Experte Steven Raichlen verrät seine goldenen Regeln zum perfekten Grill-Erlebnis.
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Steven Raichlen (58) gilt als "Grill-Papst" der USA. Von seinen Büchern wie "The Barbecue Bible" hat er weltweit über fünf Millionen Stück verkauft. In Amerika ist er Gastgeber einer Fernsehshow und lehrt an seiner "Barbecue University". Für sein Buch "Planet Barbecue" bereiste Raichlen 53 Länder und spürte Grillkulturen nach. Im Interview erzählte er, dass Grillen längst nicht mehr überall Männersache ist. In Südostasien, Serbien und Mexiko sei das eine Frauendomäne. Seine exotischste Entdeckung war gegrilltes Eis - in Aserbaidschan.

Welche geografischen Grillzonen sollte man unterscheiden?
Raichlen: "Im Westen denken wir beim Grillen: 'Big is beautiful.' Wir mögen große Steaks, wir mögen ganze Ladungen an Rippen. In Asien ist Barbecue sehr klein. Kleine Spieße wie indonesisches Sate oder japanisches Sakatori, weil in Asien Brennstoff und Platz knapp sind, es aber viel Arbeitskraft gibt - zum Beispiel zum Zerschnipseln. Traditionell haben wir bei uns in den USA enorme Wälder, viel Holz und Brennstoff, aber relativ wenig Leute. Also haben wir einen Grillstil mit großen Fleischstücken und langer Grillzeit, aber sehr simpler Zubereitung. Südamerikanisches Grillen ist auch von Einfachheit geprägt. Das herausragende Beispiel dort ist Argentinien: Bei der Gaucho-Asado-Kultur geht es wirklich nur um Tiere, Fleisch, Salz und Feuer - sehr einfaches Essen."

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