Was schief lief

Mehr als 2.000 Tote! Corona-Skandal in Pflegeheimen

13.715 Bewohner steckten sich bislang in Pflegeheimen an. Was schief lief.
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Todesopfer. 2.215 Pflegeheimbewohner sind mittlerweile an den Folgen ihrer Covid-19-Erkrankung verstorben. Von den bisherigen Covid-Todesfällen sind das 42,5 Prozent und damit ein Desaster.

Wie konnte das passieren und wer ist dafür zuständig, fragen sich viele. ÖSTERREICH recherchierte die Fakten:

Ansteckungen. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich – Stand Samstag – insgesamt 13.715 Bewohner in Pflegeheimen in Österreich angesteckt. Aktuell sind es 2.983 bestätigte Corona-Fälle unter Pflegeheimbewohnern.

Pfleger. 8.008 Menschen vom Personal in Pflegeheimen waren bislang infiziert. Aktuell sind es 1.761 Infizierte.

Die Verwaltung von Pflegeheimen liegt in der Zuständigkeit der Landes-­Gesundheitsbehörden. Zwei Bundesländer stechen besonders negativ hervor:

In der Steiermark (Bevölkerung: 1.246.000) haben sich 3.464 Pflegeheimbewohner angesteckt. 498 starben bislang daran. Vom Personal infizierten sich 648.

In Kärnten (Bevölkerung: 561.000) erkrankten 1.221 an Covid. 202 starben daran. Das sind 50 Prozent aller Todesfälle in Kärnten. Unter den Pflegern wurden 562 Covid-Fälle registriert. In Oberösterreich (Bevölkerung: 1.490.000) steckten sich 2.202 Pflegeheimbewohner an. 436 verstarben. Vom Personal waren enorme 1.970 infiziert.

In allen Bundesländern gab es zu viele Fälle in Pflegeheimen.

Länder: Zu wenig Tests, zu wenig FFP2-Masken

Während etwa Wien und Niederösterreich aber auf viele Tests und FFP2-Masken setzten, mangelte es daran in der Steiermark und Kärnten. Ein Versagen, das vielen Menschen das Leben kostete.

Isabelle Daniel