Zahl der Impf-Willigen sinkt
Alarm: 63 Prozent weniger Impfungen
Wien. Die Lage verschlimmert sich wieder: Gestern stieg die Zahl der Corona-Infektionen auf 607 innerhalb eines Tages. Das ist um fast ein Viertel (22 %) mehr als der Wochenschnitt, der bei 496 liegt.
Die größte Sorge: Die Zahl der Menschen, die bereit ist, sich gegen Corona impfen zu lassen, sinkt seit Wochen rapide, das ist deutlich anhand der Grafik unten zu sehen.
- Am Freitag wurden in ganz Österreich 41.674 Menschen geimpft. In der Woche davor waren es 54.815 (um 13.141 mehr). Einen Monat zuvor (Freitag, 2. Juli) ließen sich 113.953 impfen.
- In Monats-Vergleich ist das ein gigantisches Minus von 63 %!
- Nächstes Beispiel: In der Vorwoche wurden insgesamt 299.170 Stiche gesetzt. Das sind im Schnitt 42.739 pro Tag. Einen Monat zuvor waren es noch 606.091 Injektionen, also 86.584 pro Tag.
- Auch das ist eine sehr deutliche Reduktion um die Hälfte.
Unter 15-Jährige sind zu 98 % nicht geimpft
Erwartbar. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es dazu diese Woche gegenüber ÖSTERREICH: „Es war zu erwarten, dass die Zahl der täglich verabreichten Corona-Schutzimpfungen über den Sommer leicht nach unten geht.“
Die großen Probleme der Behörden: Diejenigen, die sich unbedingt impfen lassen wollten, sind es bereits. Die anderen sind nur sehr schwer – wenn überhaupt – zu überzeugen.
Vor allem die Jüngeren sind schwer zu erreichen. Und: Sie infizieren sich gerade am häufigsten. Von den 15- bis 24-Jährigen sind zwei Drittel nicht voll immunisiert. Unter 15 Jahren sind es 98 %.
Keine Chance. Laut Experten brauchen wir eine Durchimpfung von über 80 %, um Corona zu besiegen. Derzeit haben wir keine Chance darauf. Aktuell haben genau 53,7 % der Bevölkerung den maximalen Impfschutz.
Am Impfstoff liegt es nicht. Etwa zwei Millionen Dosen liegen im Lager.