Post, Verbund & Drei verlangen 3G am
Austro-Firmen: Bei uns gilt 3G
Wien. Emotional wird die Diskussion über einen 3-G-Nachweis im Job geführt – also dass nur mehr Geimpfte, Genesene oder Getestete in die Arbeit dürfen. „Die 3-G-Pflicht in Unternehmen gehört eingeführt – flächendeckend“, sagt Thomas Szekeres, der Präsident der Ärztekammer.
Poker. Türkis, Grün und die Sozialpartner verhandeln seit Wochen, doch in Wahrheit wird die Regelung längst in vielen großen Betrieben praktiziert – das ergibt ein ÖSTERREICH-Rundruf.
„Seit Wochen“. Aus dem Verbund, dem größten Stromversorger des Landes, heißt es: „Als Unternehmen der kritischen Infrastruktur hat Verbund bereits seit einigen Wochen die 3-G-Regel an allen Kraftwerks- und Verwaltungsstandorten im Einsatz“, so Josef Bogensperger, Konzernkrisenmanager.
Erst 3-G-Nachweis schaltet Zutrittskarte zu Büro frei
Streng. Auch bei der Post gelten strengere Maßnahmen. Sprecher Markus Leitgeb: „Die Post praktiziert bereits 2G, das heißt: Mitarbeiter in den Zustellbasen oder Logistikzentren, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen eine FFP2-Maske tragen.“ Gleiches gilt auch im ÖAMTC-Gebäude.
Im Office von Mobilfunker Drei wird jeder Mitarbeiter geprüft. Die Zutrittskarte wird erst mittels eigener App nach dem 3-G-Nachweis freigeschaltet. Auch bei der Telekom Austria gilt 3G.
Kika/Leiner-Boss Reinhold Gütebier meint zu ÖSTERREICH: „Wir haben mit 3G am Arbeitsplatz kein Problem.“
Kündigung. Eine offizielle Regelung erwartet VP-Arbeitsminister Martin Kocher demnächst. Gelten soll 3G für Arbeitnehmer, die Kontakte mit anderen haben. Bei einer Verweigerung könne man schon jetzt die Entgeltfortzahlung stoppen. Dauerhafte Verweigerung wäre „natürlich ein Grund für eine Kündigung“.