Land wird dreigeteilt + Lockdown im
Corona-Gipfel: Regierung zieht ''Notbremse''
Wie bereits berichtet, sollen Öffnungen und Verschärfungen länder- und regionenweise verhängt werden. Heute wird sich die Regierung zuerst mit Experten beraten, die ja alle für Verschärfungen eintreten – danach mit der Opposition und den Landeshauptleuten. Um 18 Uhr werden Kanzler Sebastian Kurz sowie Gesundheitsminister Rudi Anschober wieder vor die Kameras treten.
Laut ÖSTERREICH-Infos wird das Land nach den Infektionszahlen de facto dreigeteilt:
- Vorarlberg: Bei einer 7-Tage-Inzidenz von 61 bleibt es bei der geöffneten Gastro.
- Hoffnungsgruppe sind Länder mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 200. Kärnten und die Steiermark sind fix dabei, Oberösterreich und Tirol kratzen an der Grenze. Sie können auf Öffnungen der Schanigärten ab 27. März hoffen.
Osten im Lockdown mit schärferen Kontrollen
Kritisch ist die Lage in Wien, Salzburg, Niederösterreich und dem Burgenland, die klar über 200 liegen. Wien nähert sich sogar der 400er-Zone, ab der ja zuletzt sogar abgeriegelt wurde. Anschober am Sonntag: „Die Situation in vielen Intensivstationen wird dramatisch, wenn nicht rasch effektive Gegenmaßnahmen gesetzt werden Wir müssen den Mut haben, in einzelnen, besonders stark betroffenen Regionen die Notbremse zu ziehen.“
Schanigärten werden also definitiv nicht geöffnet: Auch wenn das Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Sonntag forderte, hat sich Bürgermeister Michael Ludwig davon verabschiedet. Und die Verschärfungen?
- Handel und Friseure: So forderte man in der Corona-Kommission sogar eine Schließung des Handels und von Dienstleistern wie Friseuren – eine wirtschaftliche Atombombe, noch am Sonntag formierte sich Widerstand.
- Eintrittstest in Shops: Ebenfalls hart: Zugangstests wie bei Friseuren auch für Geschäfte – doch das lehnt der Handel noch vehement ab.
- Homeoffice: Nachgeschärft soll auch beim Homeoffice werden.
- Schärfere Kontrollen – und zwar doppelt: Zugangstests und auch Menschenansammlungen sollen schärfer kontrolliert werden.
- Osterferien: Ebenfalls im Gespräch: Eine De-facto-Verlängerung der Osterferien auf zwei Wochen.