Variante breitet sich in Indien aus
Corona: Neue Doppel-Mutation entdeckt
Laut Experten steuert das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land Indien gerade auf eine neue Corona-Welle zu. Jetzt bereitet vor allem eine neue Doppel-Mutation Sorgen, die in gesammelten Proben gefunden worden sein soll. Indische Forscher haben laut "BBC" mehr als 10.700 Proben untersucht und dabei eine Genomsequenzierung durchgeführt, um den gesamten genetischen Code der einzelnen Viren abbilden zu können. Virologe Dr. Shahid Jameel erklärte laut "BBC", dass "in Indien möglicherweise eine separate Linie entsteht, in der die Mutationen L452R und E484Q zusammenkommen".
Auswirkung auf Impfung?
Das indische Gesundheitsministerium meldet in einer Aussendung, dass bei etwa 15 bis 20 Prozent der sequenzierten Proben diese spezielle Doppelmutation festgestellt worden sei. Prinzipiell ist es nicht ungewöhnlich, dass zwei Mutationen in einer Corona-Variante aufeinandertreffen. Die britische Variante zeigt sogar 23 Mutationen. Das Besondere bei der indischen Variante ist aber: Die Mutationen L452R und E484Q sind bereits bekannt und könnten sich auf die Wirkung der Impfstoffe auswirken. Das stehe zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht fest und müsse von Forschern in den kommenden Wochen untersucht werden.
"Dass Varianten, die Veränderungen am Spike-Protein aufweisen, genauer beobachtet werden, ist üblich. Aber: Es gibt noch keine Studien zu dieser Mutante, die belegen könnten, dass sie infektiöser ist oder durch die Impfstoffe nicht mehr so gut neutralisiert werden kann", sagt etwa Virologe Dr. Martin Stürmer aus Frankfurt gegenüber "Bild".