Sperrstunde und Lockdown für Ungeimpfte
Der Geheim-Plan für Lockerungen
Wien. Omikron fegt durch Europa – und alles von Großbritannien über Frankreich, Dänemark und Malta öffnet? Angesichts vorerst niedriger Hospitalisierungsraten wird auch in Österreich über Öffnungen nachgedacht.
1. Öffnung: Geboosterte dürfen ab heute einreisen
Lockerung. Fast unbemerkt findet die erste Öffnung schon heute statt. Weil Omikron in Österreich angekommen ist, werden Einreisebeschränkungen für 17 Länder gekippt: Geboosterte dürfen ohne Tests einreisen, doppelt Geimpfte brauchen zwar noch einen PCR-Test – das betrifft Länder, die für den Wintertourismus wichtig sind, wie Großbritannien und die Niederlande.
2. Öffnung: Aus für unbeliebte 22-Uhr-Sperrstunde
Nächster Schritt: Gastro. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hätte gern die 22-Uhr-Sperrstunde gekippt – doch auch ihr ist klar: Das geht erst, wenn die täglichen Infektionszahlen nicht mehr steigen. Köstinger am Sonntag zu ÖSTERREICH: „Man muss genau bewerten, ob die 22-Uhr-Sperrstunde einen Effekt hat. Zuerst müssen wir jedoch die Welle brechen, dann können Lockerungen kommen.“ Zuständig sei GECKO. Experten rechnen damit, dass der Omikron-Höhepunkt Anfang/Mitte Februar mit bis zu 50.000 Infektionen pro Tag erreicht sein wird und dann, so Köstingers Kalkül, sei vielleicht noch ein Teil der Wintersaison zu retten.
3. Öffnung: Lockdown- Aus auch für Ungeimpfte?
Überprüfung am 31. Jänner. Indes sorgte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler für Aufsehen. Sie hatte betont, der Lockdown für Ungeimpfte gehöre verfassungsrechtlich überprüft. Tatsächlich passiert dies alle 10 Tage mit dem Neubeschluss der Covid-Verordnung. Der nächste Termin dafür ist wohl der 31. Jänner – konkrete Pläne für eine Öffnung gibt es noch nicht.