"Maske & Tests sollten bleiben"

Experten-Streit um Öffnung am 5. März

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Experten hätten Masken und Tests beibehalten. Grundsätzlich sei die Öffnung aber vertretbar.
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Wien. Gecko-Leiterin – und Gesundheitsministeriums-Sektionschefin – ­Katharina Reich verteidigte die Öffnungs-Ansage von Kanzler Karl Nehammer und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, relativiert aber: „Schauen wir, wie es läuft.“ Einige „Schutzmaßnahmen“ seien im „Standby“.

Nicht nur der steirische Landeshauptmann Schützenhöfer geht mit etwas „Bauchweh“ in die totale Öffnung am 5. März. Auch die Experten – egal, ob jene der Ampel oder der Gecko – sehen den Wegfall von de facto allen Schutzmaßnahmen skeptisch:

  • Virologin Dorothee von Laer meint, sie wäre wegen der „noch steigenden Zahlen in alten Altersgruppen ein bisschen vorsichtiger“ gewesen. Ihr Kollege Robert Zangerle warnt – im Unterschied zu Dänemark –, die Gratis-Tests zu kippen.
  • Public-Health-Mediziner Hans-Peter Hutter würde die jetzige Teststrategie ebenso aufrechterhalten wie die FFP2-Masken in Innenräumen.
  • Epidemiologe Gerald Gartlehner hätte ähnlich wie es Deutschland macht die FFP2-Masken ebenfalls als „Basismaßnahme“ gelassen. Er hätte auch 2G in Bereichen, in denen Masken nicht möglich sind, beibehalten.

"Richtiger Zeitpunkt für Öffnung erst später"

Vorsicht. Molekularbio­loge Andreas Bergthaler betont, dass Öffnungen „zum richtigen Zeitpunkt möglich“ seien. „Wir sehen jetzt noch nicht den richtigen Zeitpunkt“.

Komplexitätsforscher Peter Klimek hält die Öffnungen zwar für „vertretbar“, er sagt aber auch, dass man „noch keine Prognose für den 5. März“ stellen könne. In den kommenden zwei Wochen würden noch tägliche Fallzahlen „zwischen 30.000 und 40.000“ erwartet. Wie sich die BA.2-Variante entwickle, sehe man erst „kommende Woche“.

Die Experten hätten wohl noch zwei Wochen zugewartet. Letztlich ist die Öffnung eine politische Entscheidung. Unabhängig von der Expertenmeinung.