Coronavirus
Infektions-Hotspot München verschärft Maßnahmen
München. Die zum Corona-Hotspot gewordene bayerische Landeshauptstadt München schränkt das öffentliche Leben wieder ein.
Ab Donnerstag dürfen sich in der Regel nur noch fünf Menschen treffen, private Feiern werden begrenzt, für einige öffentliche Plätze gilt eine Maskenpflicht, wie der Krisenstab der Stadt am Montag beschloss.
CSU-Chef Markus Söder will an allen bayerischen Corona-Hotspots die Maskenpflicht auch im öffentlichen Raum - neben München wäre derzeit Würzburg betroffen.
Undurchsichtige Infektionsketten
Die Lage in München gilt als besonders besorgniserregend. Hier wird nämlich kein einzelner Ort wie etwa eine Schule oder ein Fest für den Anstieg verantwortlich gemacht, da die Infektionen in unterschiedlichen Gruppen auftreten.
Es besteht die Sorge, dass die Infektionsketten absehbar nicht mehr nachvollzogen werden können und das Coronavirus sich aus München auch landesweit verbreitet. Die Bundeswehr soll das Münchner Gesundheitsamt laut Söder deshalb bei der Nachverfolgung unterstützen.
Höchstgrenzen bei Hochzeiten und co.
Als weitere Maßnahme gilt künftig für private Feiern wie Geburtstage, Hochzeiten oder auch für Beerdigungen eine Höchstgrenze von 25 Menschen in geschlossenen Räumen und 50 Menschen bei Treffen draußen.
Professionell organisierte Veranstaltungen wie Theater oder Konzerte sind von dieser Einschränkung nicht betroffen.
Erweitere Maskenpflicht
Söder sagte, die Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen solle es auch an anderen bayerischen Corona-Hotspots geben. Er warb für regionale Lösungen auch bei Weihnachtsmärkten. In Städten mit einer Inzidenz von über 50 seien dann keine Weihnachtsmärkte möglich.