Auch wegen Impffortschritt

Infektionszahlen verzerren die epidemische Lage

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Am Beispiel Großbritannien lässt sich erkennen, wie die Neuinfektionszahlen die epidemische Situation verzerren können
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Die sogenannte "indische Variante" hat auf der Insel in kürzester Zeit alle anderen Varianten verdrängt. Mittlerweile macht die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante 97 Prozent der Fälle aus.

In Großbritannien waren die Infektionszahlen wegen der sich rasch ausbreiteten Delta-Variante des Coronavirus zuletzt wieder stark angestiegen - auf fast 30.000 Fälle pro Tag. Doch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle bliebt weiterhin niedrig, gerade im Vergleich zu der zweiten Welle. Die Zahlen lagen damals um ein vielfaches höher.

Es lässt sich festhalten: Die Welle äußert sich derzeit fast nur in einem Anstieg von positiv Getesteten, aber kaum von Erkrankten. Von einer pandemischen Notsituation ist man auf der Insel – trotz medialen Delta-Dauerfeuers – weit entfernt.

Warum die Todesfälle und Hospitalisierungen in Großbritannien nicht mit den Corona-Fällen steigen, hat mehrere Faktoren. Auch bei uns dürften die Zahlen wegen der Delta-Variante wieder steigen.

Impffortschritt: Wie gut die Impfstoffe vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen ist trotz Angaben der Hersteller völlig unklar. Schließlich wurden noch nie Symptomlose, sprich gesunde Menschen, in diesem Ausmaße getestet. Das wirklich entscheidende ist, dass die Vakzine Erkrankungen und vor allem schwere Verläufe verhindern. Die gute Nachricht: Sie wirken – auch gegen die Delta-Variante. Dies haben mehrere Studien bestätigt. Das mit zunehmendem Impfortschritt immer mehr Geimpfte unter den Infizierten sind, ist nur logisch sollte uns nicht in Panik verfallen lassen.

Junge Menschen: Momentan infizieren sich, vor allem in Großbritannien, viele junge Menschen mit Corona. Diese erkranken wiederum wesentlich seltener schwer. Auch wenn stets davor gewarnt wird, dass auch junge Menschen ohne Vorerkrankungen auf Intensivstationen landen können, so ist es statistisch gesehen äußert selten.

Fazit: Infektionszahlen werden zur Einschätzung der Pandemie-Situation immer weniger relevant. Es bedarf einem Kurswechsel.