Neue Lockerungsschritte
Jetzt droht das Masken-Chaos
Wien. Am Freitag verkündete die Bundesregierung weitere neue Lockerungsschritte: Wie zuletzt immer wieder gefordert, fällt ab 22. Juli die Maskenpflicht für den Handel.
Nur: Weite Teile des öffentlichen Lebens sind davon ausgenommen. Jetzt droht das Masken-Chaos. Wo darf man überall „oben ohne“ sein? ÖSTERREICH hat alle Eckpunkte der kommenden Regelung:
Maskenpflicht fällt: Shops, Handel & Museen
Shops & Handel. In allen Shops, Geschäften und Handelsbetrieben, die nicht zur täglichen Versorgung dienen, fällt die Maskenpflicht. Der Handel feiert: „Jede Erleichterung hilft uns“, bestärkt Handelsverband-GF Rainer Will. Durch das Masken-Aus erwartet man sich hohe Umsatzanstiege.
Museen. Auch die Kultur darf weiter lockern: In Museen muss künftig kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden.
3-G-Regel. Als Faustregel der neuen Lockerungen gilt: Überall, wo ein Nachweis über Impfung, Genesung oder negativem Coronatest zu erbringen ist, fällt die Maskenpflicht.
Maskenpflicht bleibt: Supermärkte, Öffis & KH
Supermärkte & Co. In allen Geschäften, die dem täglichen Bedarf dienen, muss weiterhin die Gesichtsbedeckung getragen werden. Dazu zählen Supermärkte, Banken, Apotheken, Tankstellen und die Post. Das sorgt vor allem bei deren Mitarbeitern für große Aufregung.
Mitarbeiter. Denn auch für sie gilt die Maskenpflicht. Und das auch, wenn sie einen 3-G-Nachweis erbringen. Die Gewerkschaft tobt: GPA-Sprecher Martin Palkovich fordert ein Ende der Pflicht für Mitarbeiter, die einen 3-G-Nachweis erbringen. „Wenn Hunderte Menschen bei Veranstaltungen keine Maske tragen, kann man auch den Handelsangestellten die Arbeit erleichtern“, so Palkovich.
Öffis & Taxis. In Straßenbahnen, Bussen & Co. muss ebenfalls weiter eine Maske getragen werden. Skurril: Da Taxis auch als öffentliche Verkehrsmittel gelten, herrscht hier MNS-Pflicht.
Heime & Spitäler. In Spitälern und Heimen bleibt die Maske auf. Viele Betreiber setzen sogar auf strengere Maßnahmen. In manchen Spitälern sind immer noch FFP2-Masken die Pflicht.
Delta: Ab Inzidenz 25 kehrt Maske zurück
Trotz der Lockerungsschritte wird weiter für den Ernstfall geplant: Viele Experten warnen bereits vor der vierten Welle durch die Delta-Variante. Die soll spätestens ab Herbst Realität werden.
Notfallplan. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz auf 25 steigen, soll ein geheimer Notfallplan aktiviert werden. Dann würde die FFP2-Maskenpflicht wieder zurückkehren, gemeinsam mit den früheren Abstandsregelungen.
Die drohenden Restriktionen reichen bis hin zum Lockdown. Das steht in einem Bericht der Gesundheit Österreich an das Gesundheitsministerium.
Impftempo. Um das zu verhindern, müsste das Impftempo des Juni kontinuierlich so weitergehen. Mit 80 % vollständig Geimpften wäre die Lage für den September gut.