64 % vermissen Gastro

Mehrheit will wieder in Lokale

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Die Gastronomie muss öffnen – sofort! Gäste und Unternehmer wollen den Kurswechsel.
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Wien. Das Ergebnis einer Research-Affairs-Umfrage für ÖSTERREICH (505 Befragte) zeigt die aufgeheizte Stimmung: „Sperrt endlich Wirtshäuser und Cafés auf“, wird gefordert. 64 Prozent der Befragten sagten, dass ihnen besonders Restaurant-, Café- und Gasthausbesuche fehlen.

Am ausgeprägtesten ist die Sehnsucht bei den 60- bis 69-Jährigen: 71 Prozent wollen eine rasche Öffnung. Aber auch die Jüngeren (20–29) fordern massiv ein Ende des völligen Stillstands: 62 Prozent. Am lautesten verlangen die Kärntner ein Comeback: 76 Prozent. Weniger massiv die Tiroler: 56 Prozent. In Wien sind es 65.

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Anschober: »Mutationen  machen 50 Prozent aus«

Abwarten. Eine Wiedereröffnung am 15. März steht aber auf extrem wackeligen Beinen. Gesundheitsminister Anschober (Grüne) bremst massiv. Vom Ziel, erst dann wieder aufzusperren, wenn die Neuinfektionen bei 700/Tag liegen, ist man weit entfernt. Auch machen die britischen und südafrikanischen Virus-Mutationen bereits 50 Prozent aller Infektionen aus: „Die Situation ist besorgniserregend“, so Anschober.

Köstinger-Plan. Vor diesem Hintergrund hat Tourismusministerin Elisabeth Köstinger die Gastro- und Hotelbranche Sonntag zu ­einem Gipfel geladen: „Ich möchte die Meinung von Gastronomen und Hotelbetreibern einholen“, sagt sie.

Danach wird sie mit Kanzler Kurz und Minister Anschober jene Schritte erörtern, die schließlich am Montag zuerst den Landeschefs, und danach der Öffentlichkeit präsentiert werden. Fest steht inzwischen: „Ohne Corona-Eintrittstest als Grundlage wird es keine Gastro-Öffnung geben“, so Köstinger.

Burgenlands SPÖ-Landeshauptmann Doskozil fordert: „Es braucht endlich eine Öffnung im Denken und Tun, sonst verlieren wir die Gesellschaft.“

Karl Wendl