Sorge vor Kollaps der kritischen
Omikron: 1,8 Millionen droht jetzt Quarantäne
Wien. Es ist bereits zu spät, die Omikron-Welle rauscht gerade über uns hinweg. Mitte nächster Woche sollen sich laut Ampelkommission mehr als 15.000 Menschen pro Tag infizieren. Auf dem Höhepunkt erwartet Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein eine Explosion auf über 20.000 Ansteckungen innerhalb eines Tages.
Quarantäne-Lockerungen, Schulen sind Virus-Turbo
Anstieg. Gestern waren es schon 7.405 neue Fälle. Das bedeutet eine Verdoppelung der Zahlen innerhalb von nur einer Woche: Am 1. Jänner waren es weniger als halb so viele Ansteckungen (3.608). Der Infektionsturbo läuft auf Hochtouren: Die Quarantänelockerungen, die morgige Öffnung der Schulen und die Reiserückkehrer (Skiurlauber) führen zu einer noch rascheren Ausbreitung.
Am Freitag sorgte Katharina Reich, die Leiterin der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (GECKO) für Aufruhr. Sie sagte auf Ö1, dass die Durchseuchung der Bevölkerung geschehen werde: „Omikron ist so ansteckend, dass wir nicht daran vorbeikommen.“ Das bedeutet: Ein großer Teil der Menschen wird entweder geimpft sein oder direkt mit dem Virus in Kontakt gekommen sein (infiziert). Auch beides ist möglich.
Quarantäne. Sorge bereitet eine Studie des Complexity Science Hub Vienna: Sollte die Variante Omikron ungebremst durchlaufen, würden sich bis zu 20 Prozent der Bevölkerung infizieren, bevor sich die Welle verlangsamt. Das bedeutet: 1,8 Millionen Österreicher wären dann in Quarantäne.
Jeder Fünfte wird nicht zur Arbeit gehen können
„Englisches Roulette“. Die Folge: Enorme Personalausfälle, die einen Kollaps in allen Branchen auslösen, so die Wissenschaftler. Besonders gefährlich: Betroffen sind natürlich auch Krankenhäuser und andere Bereiche der kritischen Infrastruktur. Modellrechner Peter Klimek nennt das Risiko „englisches Roulette – eine riskante Wette mit unbekannter Wahrscheinlichkeit zu gewinnen und enorm hohem Einsatz“.