Experte rät zu Wellenbrecher-Lockdown
Regierung überlegt Verlängerung der Osterferien
Wien. „Wir sollten einen Wellenbrecher einschalten“, rät Komplexitätsforscher Peter Klimek. Es sei eine „politische Entscheidung“, ob man den „zunehmenden Druck auf die Intensivstationen zulassen“ wolle. Und diese werden ans Limit gehen, wenn die Entwicklung sich so fortsetzt. Er wäre für „kurze und harte Maßnahmen“, die uns die Chance geben würden, ab Ende April nachhaltige Öffnungsschritte zu setzen. Bis dahin werde die Impfrate die Lage kontrollierbar machen.
Genau darüber wollen Regierung, Experten und Länder am Montag beraten. Vor allem in Wien, Burgenland und Niederösterreich ist die Lage brenzlig. Theoretisch könnten Bundesländer von sich aus Verschärfungen vornehmen. Danach schaut es – im Unterschied zu Italien oder Spanien – hier aber nicht aus.
In der Regierung – sowohl Gesundheitsminister Rudolf Anschober als auch Kanzler Sebastian Kurz agieren derzeit ebenso abwartend wie die Länder – überlegt man nun längere Osterferien.
Schleichend Richtung Überlastung der ICU
Tückisch. Ob das reiche, sei „fraglich“, sagt Klimek. Der Anstieg der Neuinfektionen sei schleichend. Je früher man gegensteure, desto rascher kriege man die Situation wieder in den Griff. Die Frage ist, ob die Regierung das auch so sieht.