Wo jetzt verschärft wird
Reise-Update: Welche Regeln wo gelten
Kein Meer mehr? Die Delta-Variante des Coronavirus stellt derzeit die Reise-Planung vieler Österreicher auf den Prüfstand. Überall steigen die Infektionszahlen, auch in einigen unserer beliebtesten Urlaubsländer werden die Corona-Regeln bereits wieder verschärft. Praktisch täglich ändern sich die Voraussetzungen. Jeder Zweite hierzulande möchte diesen Sommer ans Meer. Während das noch vor einigen Wochen problemlos möglich schien, sieht es nun an vielen Stränden von Spanien bis Griechenland nicht mehr so gut aus.
Neue Risikogebiete. Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) hat ganz Spanien wieder zum Risikogebiet erklärt, Gleiches gilt für Griechenland. Praktische Auswirkungen hat das aber nicht: Urlauber brauchen bei der Einreise wie bisher einen 3-G-Nachweis, müssen bei der Rückkehr nicht in Quarantäne. Österreich hatte sich der Einstufung Spaniens und Griechenlands als Risikozone bis zum Redaktionsschluss nicht angeschlossen.
Die 7-Tage-Inzidenz in Spanien lag am Wochenende bei 330. Im Urlaubsziel-Vergleich ist es nur in Zypern schlimmer, wo die Inzidenz jenseits der 770 ist. Das RKI stufte Zypern sogar zum Hochinzidenzgebiet hoch - was für Nichtgeimpf te und Nichtgenesene Zypern-Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland Quarantänepflicht bedeutet. Eine entsprechende österreichische Einstufung gibt es (noch) nicht.
Zahlen steigen. Auch in so gut wie allen anderen Ländern steigen die Zahlen teils rasant, zuletzt insbesondere in Griechenland. In Italien, das lange nur mehr eine sehr niedrige Inzidenz hatte, gab es in der letzten Woche ebenfalls w ieder mehr Infektionen. Relativ entspannt ist die Lage nach wie vor in Kroatien. Einschränkungen. Erste Urlaubsländer verschärfen jedenfalls bereits wieder die Corona-Regeln (siehe unten). Spanien verfügte u. a. in Barcelona und Valencia eine nächtliche Ausgangssperre, auf der griechischen Insel Mykonos herrscht ebenfalls wieder Ausgangsverbot zwischen 1 und 6 Uhr früh. Aus Italien wurden am Wochenende Überlegungen laut, Zutritt zu Restaurants nur mehr mit 3-G-Nachweis zu gewähren.
Grüner Pass für Geimpfte ab 15.8. erst ab Vollimmunisierung
Einreiseregeln. Für Grenzübertritt sowie Check-in im Flieger wird überall der Grüne Pass verlangt. Manche Länder verschärfen auch hier, die Regeln sind volatil. Es empfiehlt sich, zeitnah zur Abreise aktualisierte Informationen einzuholen. In Österreich gibt es das Zertifikat mit QR-Code für den Grünen Pass ab 15. August für Geimpfte erst ab der Vollimmunisierung, also in den meisten Fällen ab dem Zweitstich (derzeit: 21 Tage nach dem Erststich).
Stornos. Angesichts der steigenden Corona-Gefahr berichten Reiseveranstalter bereits von Stornowellen, etwa in Spanien und Griechenland. Bei Fluglinien wird kräftig umgebucht (siehe rechts). Und der heuer ohnehin besonders starke Trend zu Last-minute-Reisen wird durch die aktuelle Situation weiter befeuert.
Spanien: Teils wieder nächtliche Ausgangssperre
Das deutsche Robert-Koch-Institut setzte ganz Spanien wieder auf "Risikogebiet". Katalonien (inkl. Barcelona) und Valencia verfügten Ausgangssperre zwischen 1 und 6 Uhr früh.
Griechenland: Strengere Gastro-Regeln, nachts nicht raus in Mykonos
Nur noch Geimpfte und negativ Getestete dürfen indoor in die Gastro .Auf der Party-Insel Mykonos gibt es ein nächtliches Ausgangsverbot, in vielen Lokalen keine Musik mehr.
Italien: 3-G-Nachweis für Gastro wird überlegt
Keine Maskenpflicht mehr bei Einhalten des Mindestabstands. Aber angesichts steigender Zahlen werden strengere Regeln für Restaurants überlegt: Zutritt nur mehr mit 3 G.
Kroatien: Niedrige Inzidenz, kaum Einschränkungen
Bisher kein deutlicher Anstieg der Infektionen. Hotels und Restaurants haben keine Zutrittsbeschränkungen. Alkoholische Getränke dürfen zwischen Mitternacht und 6 Uhr nicht verkauft werden.