Pandemie
Riesen-Studie: So wirksam war die Corona-Impfung wirklich
06.02.2026Diese Effekte hatten die mRNA-Impfungen noch.
Die Debatte über die Corona-Impfstoffe ist auch Jahre nach Beginn der Pandemie nicht abgeschlossen. Eine neue, umfassende Langzeitstudie liefert nun wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie gut die mRNA-Impfungen wirkten und welche Effekte sie hatten.
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Forscher um Laura Semenzato von der französischen Behörde für Medikamentensicherheit haben Daten von mehr als 28 Millionen Menschen ausgewertet. In dieser Studie wurden etwa 22,7 Millionen Geimpfte und 5,9 Millionen Ungeimpfte im Alter von 18 bis 59 Jahren über einen Zeitraum von knapp vier Jahren (November 2021 bis September 2025) verglichen. Die beiden Gruppen wurden statistisch vergleichbar gemacht, um verlässliche Aussagen über Wirkungen und Risiken treffen zu können. Die Studie wurde im Fachmagazin "Jama Network Open" veröffentlicht.
Weniger Todesfälle
Ein zentrales Ergebnis: Die Impfung senkte das Risiko für schwere Covid-19-Verläufe und damit verbundene Todesfälle deutlich. Die geimpften Personen hatten ein um etwa 74 Prozent geringeres Risiko, an einer schweren Covid-19-Erkrankung zu sterben als die Ungeimpften. Pro Million ungeimpfter Menschen starben 85 an Covid-19, bei den Geimpften waren es nur 18 pro Million.
Das zeigt: Die mRNA-Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) haben das Ziel erfüllt, schwere Erkrankungen und Todesfälle deutlich zu reduzieren – auch Jahre nach der ersten Zulassung.
Gesamtsterblichkeit
Spannend ist ein weiterer Befund: Geimpfte hatten kein erhöhtes Risiko für die Gesamtsterblichkeit, sondern im Gegenteil ein um etwa 25 Prozent niedrigeres Risiko zu sterben – unabhängig von der Todesursache. Das legt nahe, dass sich unter den Geimpften nicht mehr Todesfälle fanden als unter den Ungeimpften.
Ein solcher Unterschied zeigte sich auch bei anderen häufigen Todesursachen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Über alle Kategorien hinweg waren die Sterbefälle pro Million Personen bei Geimpften niedriger als bei Ungeimpften.
Besonders bemerkenswert ist, dass die geimpften Gruppen im Durchschnitt tendenziell älter waren und häufiger Begleiterkrankungen hatten – Faktoren, die normalerweise mit höherer Sterblichkeit verbunden sind. Trotz dieser „risikoreicheren“ Ausgangslage berichteten die Forschenden keine erhöhte Sterblichkeit bei Geimpften. Die Daten sprechen für die Sicherheit der Impfstoffe und deuten darauf hin, dass Menschen mit besserem Zugang zum Gesundheitssystem und höherem Gesundheitsbewusstsein eher geimpft waren, was die Ergebnisse zusätzlich beeinflussen könnte.
Fazit der Forscher
Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass mRNA-Impfungen langfristig wirksam und sicher sind, schwere Covid-19-Verläufe deutlich reduzieren und die Gesamtsterblichkeit nicht erhöhen – im Gegenteil: sie senkt sie sogar. Damit belegen die aktuellen Zahlen, dass die Anwendung der mRNA-basierten Impfstoffe ein zentraler und sinnvoller Bestandteil im Umgang mit der Pandemie war.
Auch Epidemiologen, die nicht an der Studie beteiligt waren, bestätigen diese Einschätzung: Die Daten seien robust und weitreichend genug, um die Schutzwirkung der Impfungen zu belegen.