Gefährlicher Genuss

Achtung, Wechselwirkung! Bei diesen Medikamenten wird Spargel zum Risiko

02.04.2026

Endlich wieder Spargelzeit! Das edle Frühlingsgemüse ist für viele das kulinarische Highlight des Jahres. Doch was kaum jemand weiß: Die Inhaltsstoffe von Spargel können bei der Einnahme bestimmter Medikamente zu riskanten Wechselwirkungen führen. 

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Spargel ist nicht nur köstlich, er ist ein echtes heimisches Superfood. Vollgepackt mit Ballaststoffen, Folsäure, Vitamin C, E und B6 sowie wertvollen Mineralstoffen, hilft beim Abnehmen und spült die Nieren ordentlich durch. Doch was für die meisten ein gesunder Frühlingsgenuss ist, kann für bestimmte Menschen zur echten Gesundheitsfalle werden. Wenn Sie folgende Präparate einnehmen, sollten Sie beim nächsten Spargelessen unbedingt aufpassen.

Blutverdünner

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Besonders der grüne Spargel ist eine echte Vitamin-K-Bombe. Eigentlich super für die Knochen, doch Menschen, die Blutverdünner (sogenannte Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar) einnehmen müssen, könnten durch eine plötzlich hohe Spargel-Dosis die Wirkung der Tabletten regelrecht aushebeln. Komplett auf Spargel verzichten, müssen Sie jedoch nicht. Halten Sie Ihre Vitamin-K-Zufuhr konstant und verzichten Sie auf extreme "Spargel-Kuren", damit Ihr Quick-Wert stabil bleibt.

Gicht-Medikamente

Spargel enthält sogenannte Purine. Das sind Stoffe, die unser Körper zu Harnsäure abbaut. Für gesunde Menschen ist das kein Problem, doch wer zu Gicht oder Nierensteinen neigt, sollte vorsichtig sein. Ein übermäßiger Spargel-Schmaus kann einen schmerzhaften Gichtschub provozieren oder die Nieren stark belasten. Behalten Sie deshalb Ihre Portionsgröße im Auge und übertreiben Sie es nicht mit dem Frühlingsgemüse.

Entwässerungsmittel

Spargel ist berühmt-berüchtigt für seine harntreibende Wirkung, die er vor allem der enthaltenen Asparaginsäure verdankt. Nehmen Sie ärztlich verschriebene Wassertabletten (Diuretika) ein, kommt es zu einem doppelten Effekt. Spargel verstärkt die Wirkung der Medikamente massiv. Die Folge kann ein rasanter Verlust von Flüssigkeit und wichtigen Elektrolyten sein. Das Resultat: Der Kreislauf macht schlapp, Schwindelattacken oder plötzliche Muskelschwäche drohen.

So genießen Sie Spargel trotzdem sicher

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Müssen Sie nun auf Ihr Lieblingsgemüse verzichten? Auf keinen Fall! Wenn Sie unter chronischen Nierenerkrankungen leiden oder die genannten Medikamente in hohen Dosen einnehmen, gilt die goldene Regel: Genießen Sie Spargel in moderaten Mengen (ca. 200 bis 250 Gramm pro Mahlzeit), beobachten Sie Ihren Körper und halten Sie im Zweifel immer Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

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