Laut Studie

Nicht Kaffee: Dieses überraschende Koffeingetränk soll bei Heuschnupfen helfen

23.03.2026

Tränende Augen, Dauer-Niesen und eine laufende Nase: Für viele Heuschnupfen-Geplagte ist die Pollensaison ein echter Albtraum. Doch jetzt liefert die Wissenschaft einen Lichtblick: Ein Koffein-Getränk soll helfen, die Symptome zu lindern, und nein, es ist nicht Ihr geliebter Morgen-Kaffee. 

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Wer unter Heuschnupfen leidet, kennt das Dilemma: Die Pollen rauben einem den Schlaf, beeinträchtigen den Job und ruinieren die Freizeit. Der Griff zu Antihistaminika ist oft die einzige Rettung. Das Problem? Die Tabletten lindern zwar die Symptome, machen viele Betroffene aber müde. Die Suche nach natürlichen Alternativen ist also groß.

Ein japanisches Forschungsteam der Hiroshima University (Research Institute for Radiation Biology and Medicine) hat nun eine verblüffende Entdeckung gemacht. Im Fokus der Forscher: Matcha! Das traditionelle, grüne Teepulver könnte die Geheimwaffe gegen lästige Allergie-Symptome sein.

Verblüffend: So stoppt Matcha den Nies-Reiz

Um die Wirkung zu beweisen, lösten die Wissenschaftler bei Mäusen eine Art Heuschnupfen (allergische Rhinitis) aus. Die Tiere litten daraufhin unter Niesserien. Dann bekamen die Mäuse über fünf Wochen hinweg zwei- bis dreimal wöchentlich einen Heißwasserextrakt aus Matcha. Das Ergebnis war eindeutig: Die Häufigkeit der quälenden Niesanfälle ging drastisch zurück.

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Die Forscher fanden heraus, dass typische Allergiemarker (wie IgE-Antikörper oder Entzündungszellen) durch den Tee unverändert blieben. Stattdessen dämpft Matcha ganz gezielt den Niesreflex direkt im Gehirn (genauer: im Hirnstamm). Die Nervenzellen, die normalerweise den Befehl zum Niesen geben, werden durch das Teepulver beruhigt. Gleichzeitig sank die Überempfindlichkeit gegenüber Histamin, dem Hauptauslöser für Juckreiz und Schwellungen.

Was macht Matcha so besonders?

Matcha ist eine wahre Nährstoffbombe und vollgepackt mit bioaktiven Verbindungen. Darunter befinden sich:

  • Koffein
  • L-Theanin
  • Catechine & Polyphenole
  • Arginin

Welcher dieser Stoffe am Ende der tatsächliche "Nies-Stopper" ist, bleibt vorerst ein Geheimnis der Natur, das die Forscher in Zukunft noch lüften wollen. Einige dieser Substanzen sind jedoch dafür bekannt, direkt auf unser Nervensystem zu wirken.

Bald Matcha statt Medikamente? 

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Bislang handelt es sich um eine Studie im Tiermodell (Mäuse). Ob der Anti-Nies-Effekt bei uns Menschen exakt genauso durchschlagend ist, müssen zukünftige Studien erst noch zeigen. Doch wer ohnehin oft müde von seinen Allergie-Tabletten ist, könnte in dieser Saison einfach mal die morgendliche Tasse Kaffee gegen eine Schale leuchtend grünen Matcha-Tee eintauschen. Er macht sanft wach, ist extrem gesund und, mit etwas Glück, bleiben auch die Niesattacken aus.

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