Verbraucherzentrale
Vorsicht! Diese Personen sollten KEINE braunen Bananen essen
29.01.2026Braune Bananen sehen zwar harmlos aus, können aber mehr enthalten, als viele denken. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass gerade sehr reife Exemplare für manche Menschen problematisch sein können.
Braune Bananen - für die einen pures Soulfood, für die anderen schon optisch ein No-Go. Fakt ist: Die dunklen Flecken sind erst mal nur ein Zeichen von Reife. Was viele aber nicht wissen: In sehr reifen Bananen kann tatsächlich Alkohol stecken. Und für manche Menschen ist das ein echtes Thema.
Warum reife Bananen Alkohol enthalten können
Wenn sich eine Banane von Gelb zu Braun verfärbt, läuft im Inneren ein natürlicher Gärungsprozess ab. Dabei wird Zucker teilweise zu Alkohol umgewandelt. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat genau gemessen, wie viel.
Das Ergebnis:
- Grüne Bananen: kein Alkohol
- Reife Bananen: manchmal geringe Mengen (bis ca. 1,4 g pro Kilo)
- Überreife, sehr braune Bananen: immer Alkohol - im Extremfall über 7 Gramm pro Kilogramm
Wer sollte besonders vorsichtig sein?
Für gesunde Erwachsene ist das kein Drama. Aber das LGL warnt ausdrücklich bestimmte Gruppen davor, sehr reife Bananen roh zu essen:
- Säuglinge und Kleinkinder
- Menschen, die bewusst komplett auf Alkohol verzichten (z. B. in der Schwangerschaft, aus religiösen Gründen oder in der Suchttherapie)
Der Grund: Babys und Kleinkinder bauen Alkohol viel langsamer ab. Das dafür zuständige Enzym erreicht erst mit etwa fünf Jahren das Erwachsenen-Niveau. Werden regelmäßig überreife Bananen gefüttert, kann sich über Zeit eine kumulative Alkoholmenge im Körper ansammeln.
Die gute Nachricht: So lassen sich braune Bananen retten
Beim Backen und Kochen verflüchtigt sich der Alkohol. Heißt: Überreife Bananen müssen nicht direkt in die Tonne. Im Gegenteil, sie sind perfekt für:
- Bananenbrot
- Muffins
- Pancakes
- Porridge
Braune Bananen sind nicht automatisch schlecht, aber sie sind auch nicht für jede:n gleich harmlos.